Aston Martin Vantage dynamisch rot vorne links
Muss in die Werkstatt: Der Aston Martin V8 Vantage.
 

Komplett-Rückruf bei Aston Martin

Der britische Traditionshersteller ruft alle Autos in die Werkstatt, die seit 2007 gebaut wurden.

06.02.2014 Online Redaktion

Es sind Zahlen, über die ein Massenhersteller wie VW nur lächeln kann: 17.590 Autos ruft Aston Martin in die Werkstatt. Für den britischen Sportwagenhersteller ist das aber nichts weniger als ein Rückruf für alle linksgelenkten Fahrzeuge seit 2007 sowie alle rechtsgelenkten Fahrzeuge, die seit 2012 gebaut wurden – und eine große Peinlichkeit. Betroffen sind demzufolge alle Versionen des Einstiegs-Sportwagens Aston Martin Vantage, der Aston Martin DB9 sowie der viertürige Aston Martin Rapide. Nicht betroffen ist jedoch der Aston Martin Vanquish sowie der Cygnet, der mit dem Toyota iQ baugleich ist.

Rückruf bei Aston Martin: Gaspedal kann brechen

Grund für den Rückruf ist das Gaspedal, das aufgrund eines Materialfehlers brechen kann. Ein chinesischer Zulieferer hatte für das Teil einen Kunststoff verwendet, der von der amerikanischen Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA nicht zugelassen wird. Der Bruch des Gaspedals würde naturgemäß dazu führen, dass der Motor auf Leerlaufdrehzahl geht und sich nicht mehr beschleunigen lässt. Die Amerikaner sehen darin auch ein erhöhtes Risiko für einen Crash – man kennt derlei Bekundungen von Toyota.

Das Problem mit dem Gaspedal besteht seit letztem Jahr. Damals rief Aston Martin 2.832 Fahrzeuge zurück, das Problem war damit allerdings nicht aus der Welt geschafft, ein weiteres Gaspedal brach. Auch diese Fahrzeuge müssen nun erneut in die Werkstatt. Nun wird die Produktion des Fahrzeugteils so bald wie möglich von China nach Großbritannien verlegt sowie Ersatzteile eines anderen Zulieferers nachgerüstet.

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  • trainerpapi

    Zurückgerufen wird wegen der Amerikaner, nicht wegen Mängel. Servus!

  • Ravenbird

    Was hat Boeing mit Aston Martin gemeinsam?
    Die Peinlichkeit.
    Der Dreamliner ist das erste Flugzeug von Boeing, bei dem die Herstellung der Einzelteile WELTWEIT ausgelagert worden ist. Das Ergebnis kennt jeder. Ich bin nicht sicher, ob die Kiste jemals in Linie fliegt.
    Pedale aus Kunststoff sind für mich ein Ausschließungsgrund für einen Autokauf. Genau so wie (derzeit) Zahnriemen zur Nockenwellensteuerung oder gar elektrische Bremsen (bei Mercedes vor ein paar Jahren). Auch die elektrische Handbremse (der größte Schwachsinn in der Geschichte des Automobils) ist für ich ein absolutes NO GO!
    Wir können es uns im Auto nicht leisten, diese sicherheitsrelevanten Teile mehrfach redundant wie in Flugzeugen auszuführen, daher: Konservativ ist nicht immer die schlechtere Lösung.

    • Autofahrer

      Kann ich bestätigen. Bei meinem Ex-Peugeot 207 SW war das Relais vom Heckklappenöffner 3x defekt. Auch bei diesem Teil ist die elektronische Lösung vielleicht nicht die beste…

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