Skoda Yeti 2014 City Greenline TDI
ANGEPASST Der Yeti schwenkt stilistisch in die neue Skoda-Linie ein und hat jetzt zwei Gesichter. Hier im Stadtlook ohne ­Offroad-Klimbim.
 

Testbericht: Škoda Yeti City Greenline TDI

Der Yeti ist vom Underdog zum Erfolgsträger gereift und bietet seine Raumtalente jetzt auch ohne zarte Anflüge von Freizeit-Koketterie an.

28.03.2014 Autorevue Magazin

Die abgerundeten Ecken an den Seitenscheiben stehen jetzt ein bisschen alleine da. Wie ­übrig gebliebene Partyhütchen auf der weiß gedeckten Tafel, die nun glattgestrichen und ­alltagsernst da liegt, als wäre nichts gewesen. Der Yeti, wie wir ihn bisher kannten, war ein etwas schrulliger Geselle, einer mit eigenwilligem Stil und einem leichten Hang ins Drollige.

Skoda Yeti 2014 City Greenline TDI

Neuer Yeti: Gebürstet zur Unauffälligkeit

Das war einmal. Mit dem Facelift ist der Yeti in Strichrichtung Unauffälligkeit ge­bürstet worden. Das ist grundsätzlich nicht schlecht, weil eine Weiterentwicklung zu mehr Ernsthaftigkeit den Akzeptanzumfang erhöht. Nur leider ist es halt auch ein bisschen langweilig. Das trifft vor allem auf die von allem Rustikal-Ornat befreite City-Version zu, wie sie unser Testwagen darstellt.

Beachtliche Raumqualitäten

Der Yeti fürs urbane Umfeld betont in erster Linie seine Raumqualitäten, und diese sind in der Tat beachtlich. Zum einen ist viel Laderaum vorhanden, mehr als man bei umgelegten Sitzen zum Beispiel in einem VW Passat Variant finden würde. Und weil der Yeti eher würfelförmig gebaut ist, passt auch achtungsgebietend sperriges Zeug hinein.

Skoda Yeti 2014 City Greenline TDI

Außerdem können die Rücksitze eine Menge. Drei sind es, zwei normal breite und ein schmaler in der Mitte, der sich, wenn man ihn umlegt, in eine Armlehne verwandelt, die liebevoll mit bequemen Auflagepölsterchen und Becherhaltern ausgestatten ist. Alle Sitze lassen sich einzeln wegklappen, erst die Lehne und dann die Sitzfläche plus Sicherung per Haken, damit die Massenträgheit keine Chance hat. Die äußeren zwei Sitze sind außerdem längs­verschiebbar.

Genügsam im Verbrauch

Der Yeti in Greenline-Ausführung (1,6 Liter TDI, 105 PS) macht sich auch durch seine Genügsamkeit beliebt. Bei günstiger Verkehrslage sind in der Stadt Verbräuche um die 4,5 Liter/100 km zu erreichen. Im Großen und Ganzen muss man aber einen Liter mehr rechnen, weil die Stadt ein Hund und bekanntlich meistens eine Verkehrshölle
ist. Serienmäßiges Start-Stopp entschärft wenigstens die Staus.

Skoda Yeti 2014 City Greenline TDI

Die Grundausstattung ist nicht üppig, aber in Ordnung. Vor allem in der Bedienbarkeit ist alles perfekt. Ein Lederlenkrad und einen Tempomat sollte man auf den Kaufpreis von knapp 22.000 Euro aber doch mindestens noch aufrechnen.

  • Ravenbird

    Beeindruckendes Auto.
    Wirklich toll.
    Der VW-Konzern hat es verstanden für jeden etwas zu bieten.
    Bin schwer am überlegen, mir einen Yeti zu kaufen.

  • Oli

    Danke für den Tipp.
    Das klingt ja interessant.

    Mir ist sehr wohl klar, dass starke Motoren heute trotzdem sparsam sein können, mehr Spaß machen sich auch noch.
    Aber mit dem Steuersystem in Österreich, der neuerlichen Erhöhung und der Progression, wird alles über 70kW schon so teuer, dass man lange jammern kann, dass z.B. die Vignette teuer ist, aber vergisst, und das tun sicher viele, wieviel € erst durch ein paar kWs zuviel verpulvert werden, ohne nur eine Minute früher am Ziel zu sein. Bei den Tempolimits und der Verkehrsdichte behaupte ich, dass man mit 50kW gleich schnell von Bregenz nach Wien fährt wie mit 300kW, außer man will in zweiterem Fall hinter Gitter.

    Ich werde in Zukunft nur noch novafreie Autos kaufen die 50kW nicht übersteigen. Ich bin zwar ein Freund von komfortablen Autos, hatte zuvor einen Audi Quattro, E-Klasse etc., aber die Zeiten sind vorbei für mich. An mir wird der Staat beim Kauf nur noch an der MwSt. verdienen. ;)

  • Oli

    Tolles praktisches Auto…

    aber warum wieder mit sooo viel sinnlosen kWs. Man zahlt nur unnötig Steuer dafür, um doch nur mit 30 durchs Dorf, 80 über Land und 100 auf der verstopften Autobahn zu fahren.
    Schade, dass man heute keine 50kW Version mehr bekommt.
    Eine Luxuslimusine wie ein 200er D W124 Benz hat bewiesen, dass das reicht, um trocken, beheizt von A nach B zu gelangen… und komfortabel noch dazu..zwar gemütlich, aber doch.

    • maxl

      Stimmt!

      Die KW wären angesichts der Drehmomentkurve auch völlig egal.
      Man kann sich Autos übrigends drosseln und so eintragen lassen.
      Mit etwas aufwand kann man sich also seine 50KW Version selber basteln.

      Geht dann übrigends im normalen Verkehr kaum schlechter als die offene Version, da bei den Turbodieseln das max. Drehmoment ohnehin bei unter 1800 rpm anliegt und die Höchste Leistung quasi so gut wie nie abgerufen wird.

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