Skoda-Superb-Combi-9
 

Vorstellung: Škoda Superb Combi

Eleganter Vertreter der neuen Arbeiter­klasse: Kombiniert enormen Laderaum mit chauffeurlimousinenhafter ­Beinfreiheit im Fond, ohne Kapriolen zu schlagen.

01.11.2009 Autorevue Magazin

Was Skoda mit dem Superb gemacht hat, ist Wasser auf unsere Mühlen: Vier Fünftel aller in Österreich verkauften Skodas sind ja Kombis, da kommt uns also ein Laderaum, der bei maximaler Ausnutzung beeindruckende 1865 Liter aufnimmt, gerade recht. Zumal das üppige Angebot des Superb, der sich mit seinen 4,84 Metern am oberen Ende der gehobenen Mittelklasse einreiht (er ist 7 cm länger als der VW Passat Variant), mit einem höchst gefälligen Einstiegspreis von knapp 26.000 Euro einhergeht.

War die Limousine rund ums Heck schon sehr schlau gebaut mit der auf zweierlei Art zu öffnenden Heckklappe (klein aufschwingend oder weitmäulig mit der ganzen Fließheckpartie), so legt der Combi jetzt das Hauptgewicht seines Seins ins Heckabteil, und zwar mit der ganzen praktischen Veranlagung, die Skoda drauf hat. 633 Liter umfasst der Laderaum, wenn die Lehnen im Fond aufrecht bleiben, das sind zum Beispiel 65 Liter mehr, als der gut 10 Zentimeter längere Audi A6 Avant mitbringt. Was insofern ein müßiger Vergleich ist, weil ein Audi preismäßig auf einem anderen Stern zu Hause ist, aber wiederum auch nicht abwegig, weil den Packmeriten die gleichen Konzern-Gene zugrunde liegen: Da gibt es einen doppelten, mehrfach klappbaren Laderaumboden, der sich auch aus dem offenen Kofferraum herausziehen lässt und so das Einladen von großen Dingen erleichtert. Es gibt darüber hinaus diverse Verzurrösen, Alu-Laufschienen für ein Teleskop-Haltegestänge oder einen Rollgurt und diverse Netze (alles gegen Aufpreis).

Die optionale elektrische Heckklappe kann vom Fahrersitz aus auf- und zugemacht werden, sie lässt sich in der Öffnungshöhe individuell einstellen und verfügt dazu über eine Beleuchtung, die nicht nur den Raum innen, sondern auch die Öffnungsumgebung ausleuchtet. Das ist der Schlauheit noch nicht genug: Neben diversen Sackerlhaken an den Seitenwänden gibt’s im Superb Combi hinten eine LED-Taschenlampe, die in einer Halterung mit Akkuladefunktion ruht (damit sie garantiert Saft hat, wenn nächtens ein Rad zu wechseln ist) und per Magnet an der Karosserie anzubringen ist. Ein Regenschirmfach ist ab Ausstattung Ambition (das ist die zweite nach der Basis Comfort; Elegance heißt die dritte) vorhanden.

Erstmals wird beim Superb Combi ein schlüsselloses Zugangs- und Startsystem (mit dem grandiosen Namen „Kessy“) angeboten. Ebenfalls erhältlich ist ein Panorama-Schiebedach, das bis weit in den Fond reicht, wo die Gäste mit chauffeurlimousinenhaft freizügiger Beinfreiheit sitzen (selbst hinter 1,85-Meter-Fahrern). Durch das Spezialglas geht kaum Wärme durch (nur 10 Prozent, sagt Skoda), außerdem lässt es sich mit einem elektrischen Rollo beschatten.

Neben dem 1,4 TSI und dem 1,8 TSI gibt es den Combi auch in zwei TDI-Varianten (einmal PumpeDüse, einmal Common-Rail) und als V6-Benziner, der (wie der 170-PS-TDI) bis zu 2000 Kilo schwere Anhänger ziehen kann, das ESP wurde dafür mit einem Trailer-Assist erweitert. Die jeweils stärkeren Motoren gibt es auch mit Allrad (V6 nur 4×4), DSG ist die Alternative zur Handschaltung.

Mehr zum Thema
pixel