Skoda-Octavia-Scout-3
 

Škoda Octavia Scout 2,0 TDI Testbericht

68 mm mehr Bodenfreiheit für eine neue Welt.

01.09.2009 Autorevue Magazin

Die Zeiten, in denen ein Skoda imagemäßig auf einer Stufe mit trocken Brot stand, sind längst überwunden. Besonders überwunden sind sie im Octavia Scout, quasi der Leatherman des Verkehrsteilnehmers, solange der mit seinem Auto nicht Wände hinauffahren oder schwimmen will: 68 Millimeter mehr Bodenfreiheit halten winters Schneewechten auf Distanz; der Allradantrieb mit Haldexkupplung (remember: direkte Verwandtschaft zum VW Golf) sorgt für verbesserte Traktion auf allem, was kein trockener Asphalt ist (und damit man davon wenigstens irgendwas merkt, steht 4×4 am Schalthebel); knackiges, dennoch komfortables Fahrwerk; vorstadtcafétauglicher Blick, den seit dem Facelift alle Octavias tragen; Diffusor vorne wie hinten, dessen Wirken man eher im Bereich optischen Aufspicens vermuten darf; und konsequenterweise ist der Octavia Scout ausschließlich als Kombi erhältlich, der ihn als Universaltool erst glaubhaft dastehen lässt: Die Platzverhältnisse im Fond sind jedenfalls sensationell, der Kofferraum ist mit 605 bis 1655 Liter ausreichend groß für alles, was keinen Kleinbus verlangt, und die Rücksitze sind simpel und selbsterklärend beim Umlegen.

Wir fuhren den Octavia Scout mit 2,0-Liter-Turbodiesel, trotz Pumpe-Düse-Einspritzung angenehm kultiviert und mit 140 PS und 320 Nm kräftig, stimmig und ein würdiger Gegenspieler der 1570 kg Leergewicht des Scout. Wem die 31.060 Euro dafür zu üppig sind, der kann mit dem ebenfalls erhältlichen Scout 1,8 TSI (160 PS) rund eineinhalb Tausender sparen.

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