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Testbericht: Škoda Octavia RS 2,0 TDI

Dürfen die das? Mit Diesel? Und Spoiler?

01.10.2009 Online Redaktion

Vorsicht ist geboten. Die blonde, noch weitgehend unbekannte Dame auf dem Beifahrersitz hat sich vom Kürzel RS, dem Spoiler, dem tieferen Sportfahrwerk, dem Doppelendrohr und den flankierten Sitzen überzeugen lassen. Wer jetzt einfach so den Motor anlässt, riskiert, dass die Schönheit flugs die Bluse zuknüpft und verschwindet. Da kann man lange erzählen, dass der Diesel einen besseren Verbrauch hat und jetzt ein Common-Rail und keine Pumpe-Düse mehr ist – ersterer braucht halt auch seine Zeit zum Warmlaufen. Im Hinterkopf der Blonden schwirrten wegen diverser Zitate, die der Skoda bemüht, halt Bilder des Subaru Impreza WRX STI oder des Mitsubishi Evolution herum. Ein optisches Missverständnis. Skoda peilt eher die sportlich ambitionierten Alltagsfahrer an denn die sportlich ambitionierten Dem-Alltag-Davonfahrer. 90 Prozent der geplanten 150 RS-Kunden werden sich daher auch für den Kombi statt für die Limousine entscheiden.

Beim RS handelt es sich schon um die Topausstattung. Was mittlerweile bei Skoda ja ein geplündertes VW-Regal bedeutet. Leder-Stoff-Alcantara-Sportsitze, Xenon-Scheinwerfer samt LED-Tagfahrlicht und CD-MP3-Spieler mit 6-fach-CD-Wechsler. Wie immer sei angeraten, sich für 2.000 Euro Aufpreis etwas Gutes zu tun und sich das Direktschaltgetriebe zu gönnen. Das kaschiert ein wenig das dezente Diesel-Brummeln.

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