Luxus-Panzer inklusive Bomben-Detektor

Wer sich einen Knight XV anschaffen will, hat entweder alle Sympathiepunkte aufgebraucht, leidet unter Verfolgungswahn oder hat zu viele Actionfilme gesehen.

23.12.2014 Press Inform

Ob Dashcam-Aufnahmen aus Australien oder Russland, es besteht kein Zweifel, dass es immer rauer im Straßenverkehr zugeht. Da erscheint es nur als logisch einen Knight XV sich anzuschaffen. Das 5,9 Tonnen schwere SUV ist für den modernen Straßenkampf bestens gerüstet und hat ein zulässiges Gesamtgewicht von 8.846 Kilogramm. Wenn dieses dunkel Ungetüm im Rückspiegel auftaucht, vergeht auch den notorischen Dränglern die Lust, die Blech-Kräfte zu messen._KNIGHT XV (5)

Die Eroberung der Straße

Die Basis für den Knight XV, der von Conquest Vehicles im kanadischen Toronto gebaut wird, ist ein Ford F550-Pick-Up-Truck. Deswegen stammt auch die Technik aus dem Regal des amerikanischen Automobil-Herstellers. Zwei Motoren stehen zur Auswahl: Ein Ford V10-6,8-Liter mit 362 PS, der entweder mit herkömmlichen Benzin oder mit Biosprit betrieben werden kann und ein V8-6,7-Liter-Turbo-Diesel mit 300 PS. Beide Aggregate werden wohl kaum für Beschleunigungsorgien sorgen. Geschalten wird mit einer Fünfgang-Automatik und der zuschaltbare Allradantrieb hilft, das Dickschiff auf der Bahn zu halten. Der Tank fasst 238 Liter, ein größerer Behälter kann gegen Aufpreis geordert werden. Bei der Kombination aus knapp sechs Tonnen und mindestens 300 PS sicher eine gute Wahl._KNIGHT XV (3)

Luxus-Panzer

Sechs Meter Länge und ein Radstand von 3,68 Metern sorgen für fürstliche Platzverhältnisse. Geschützt und bequem – so sollen die Insassen in dem Knight XV voran gleiten. Sechs Plätze, zwei vorne, vier hinten, die von Hand mit feinstem Leder bezogen sind und ein edler Teppichboden lassen in dem 9,63 Quadradmeter großen Innenraum Lounge-Feeling aufkommen. Die Gäste sitzen sich wie in einem Luxus-Bus gegenüber und schlürfen feine Getränke, während ihre Straßenpanzer durch die Weltgeschichte walzen. Zwischen dem Motor und der Fahrgastzelle sorgt eine Feuerschutzwand für zusätzliche Sicherheit._KNIGHT XV (2)

Bomben-Detektor inklusive

Neben den archaischen Schutzmethoden, steckt der Knight XV voller moderner Technik. Damit auch bei Dunkelheit eine sichere Fahrt gewährleistet ist, ist vorne und hinten jeweils eine Nachtsichtkamera installiert. Wenn es einmal eng wird, rammt zur Not der gepanzerte Kühlergrill Hindernisse zur Seite. Die Panzerung mit überlappenden Platten besteht aus Aluminium, Keramik und natürlich dickem Stahl. Der Unterboden ist durch eine spezielle Schutzschicht gegen Explosionen geschützt und ein Bomben-Detektor warnt die Insassen, wenn eine magnetische Miene am Fahrzeug klebt. Komplettiert wird die schwarze Rüstung, deren Stärke jeder Kunde selbst bestimmen kann, durch schusssicheres Glas und schusssichere Reifen._KNIGHT XV (1)

Der Preis ist eigentlich Nebensache

Mindestens 513.000 Euro müssen die Käufer für Ihre Sicherheit hinlegen. Dazu kommen noch verschiedene Ausstattungsoptionen: Wer will, kann sich Flatscreens, Spielekonsolen und ein Stereosystem installieren lassen. Bei einem Angriff sorgt eine interne Sauerstoffversorgung für frische Luft im Innenraum der rollenden Festung. Für milliardenschwere Oligarchen sind diese Summen ein Klacks, um ihre kostbare Haut zu schützen. Allerdings müssen auch die reichsten der Reichen rund neun Monate auf das Vehikel warten. Schließlich werkeln die Angestellten der kanadischen Firma über 4.000 Stunden, ehe der Knight XV fertig ist.

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