Die meisten Neuzulassungen gab's bei Renault: 4,7 Prozent.
Die meisten Neuzulassungen gab's bei Renault: 4,7 Prozent.
 

Kleines Zulassungsplus in Frankreich

Im Juli 2013 wurden in Frankreich um 0,9 Prozent mehr Pkw neu zugelassen als im Vergleichszeitraum 2012 – die erste positive Zahl seit fast zwei Jahren. Der Herstellerverband bleibt trotzdem pessimistisch.

02.08.2013 APA

Im Juli stiegen die Neuzulassungen in Frankreich um 0,9 Prozent auf 150.248 Pkw, wie der französische Autoherstellerverband (CCFA) am Donnerstag in Paris mitteilte. Es sei die erste positive Zahl seit Oktober 2011, so ein Sprecher.

Größtes Zulassungsplus bei Renault

Vor allem Renault legte bei den Zulassungszahlen mit dem neuen kompakten Geländewagenmodell Captur zu und lieferte im vergangenen Monat 4,7 Prozent mehr Autos an die Kunden aus. Der mit Daimler und Nissan verbandelte Hersteller rettete sich im ersten Halbjahr mit einem hauchdünnen Überschuss knapp in die Gewinnzone. Aus den Werken des weiterhin rote Zahlen schreibenden Herstellers Peugeot rollten im Juli 0,9 Prozent mehr Neuwagen zu den Kunden.

2013 Minus von 8 Prozent erwartet

Trotz dieser ersten Anzeichen für die lange herbeigesehnte Erholung bleiben die französischen Autobauer pessimistisch für das Jahr 2013: Der Herstellerverband rechnet bis Jahresende mit einem Rückgang der Neuzulassungen um acht Prozent. In den ersten sieben Monaten des Jahres 2013 summiert sich das Minus auf 9,7 Prozent: Lediglich 1,08 Millionen neue Pkw wurden im bisherigen Jahresverlauf in Frankreich zugelassen.

Kältemittelstreit wirkt sich deutlich negativ aus

Deutlich negativ machte sich im Juli der von der französischen Regierung im Streit um ein Kältemittel für Klimaanlagen angeordnete Zulassungsstopp für einige Modelle von Mercedes-Benz bemerkbar: Die Verkaufszahlen der Daimler-Marke sanken um 6,8 Prozent, der Marktanteil gab nach. Konkurrent BMW lieferte hingegen in Frankreich im vergangenen Monate 8,8 Prozent mehr Neuwagen aus.

Kleiner Lichtblick auch in Spanien

Auch in Spanien gibt es Hoffnungen auf ein Ende der Talfahrt. In dem mit hoher Arbeitslosigkeit kämpfenden Land wurden im Juli mit 75.024 knapp 15 Prozent mehr Neuwagen verkauft, wie der Herstellerverband mitteilte. Die spanische Regierung unterstützt den Verkauf von Neuwagen mit finanziellen Beihilfen für die Käufer. Sie waren erst zu Monatsbeginn verlängert worden.

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