Kia Rio stat VoLi
Endlich auf Höhe der Zeit: der Kia Rio.
 

Knusperhäuschen

Kia zeigt in Genf seine neue Kleinwagenpalette.

05.03.2011 Online Redaktion

Der Kia Rio war bislang ein Auto, welches, um es höflich auszudrücken, nur über den Preis verkauft wurde. Eines der letzten Kia-Modelle, in dem das Klischee vom Plastik-Reiskocher nachklang. Aber wer den Koreanern beim Vorantreiben ihrer Modelloffensive zusah, der wusste, dass auch im B-Segment früher oder später etwas Neues kommt. Und zwar etwas wirklich Neues.

Womit wir auf Stand 6441 des Genfer Automobilsalons 2011 wären. Wie schon beim neuen Sportage hat man auch beim Rio den Eindruck, dass eine Modellgeneration übersprungen wurde. Das Karosserie-Design ist spritzig, stämmig und stimmig, hie und da wurden ein paar Zitate anderer Fabrikate abgegriffen.

Auch der Innenraum ist auf Höhe der Zeit, allerdings merkt man hier die preisbewusste Materialauswahl: Was nicht unmittelbar im Griffbereich des Fahrers ist, wurde in grobporigem Hartplastik ausgeführt. Das muss einen aber nicht stören, denn im Umkehrschluss ist der Rest tadellos ausgeführt: Sei es die Bedienblende rund um das Radio, die aberwitzig großen Klimaanlagentasten oder das Lederlenkrad (das zugegebenermaßen nicht in jedem Rio serienmäßig sein wird) – nach einem Billigauto fühlt sich das nicht an. Dass zum Cee’d ein Respektabstand bleibt, ist aus markenpolitischer Sicht verständlich.

Das Platzangebot liegt im Klassenschnitt von Polo und Co., die Sitzqualität stellt auch groß gewachsene Menschen zufrieden.

Der neue Kia Rio kommt im August mit vier Motorisierungen auf den Markt:
– 1,25-Liter-Vierzylinder mit 63 kW (85 PS) und 118 Nm
– 1,4-Liter-Vierzylinder mit 80 kW (109 PS) und 136 Nm
– 1,1-Liter-Dreizylinderturbodiesel mit 52 kW (70 PS) und 162 Nm
– 1,4-Liter-Vierzylinderturbodiesel mit 66 kW (90 PS) und 216 Nm

Die versprochenen Verbrauchsleistungen sind respektabel, der kleine Diesel soll bei 3,5 Liter pro 100 km einschlagen (entspricht 94 Gramm CO2 pro km), mit Start-Stopp-Automatik (bei Kia ISG genannt) gar bei 3,2 Liter (85 g/km).

Marktstart ist im August, die Kampfpreise werden noch ausverhandelt

Etwas zeitnaher kommt der kleine Bruder des Rio auf den Markt: Im Mai legt der Picanto alle Gummibärenzitate ab und präsentiert sich als souveräne Alternative im Winzwagen-Segment. 3,6 Meter Außenlänge sorgen für Stadttauglichkeit, wie lange die spitz zulaufenden Fondtüren im urbanen Geläuf ihren Lack behalten, bleibt abzuwarten.

Auch hier wird man von einem menschenwürdigen Innenraum in Empfang genommen, das Cockpit gibt sich reduziert mit einem herzhaften Zweispeichenlenkrad als Pointe.

Angetrieben wird der 850-Kilo-Knopf je nach Kundenwunsch von einem Dreizylinder (69 PS/51 kW/95 Nm) oder einem Vierzylinder (85 PS/63 kW/121 Nm), der Durchschnittsverbrauch liegt zwischen 4,2 und 4,5 Litern pro 100 Kilometer. Der Einstiegspreis wird voraussichtlich unter € 9.000,- liegen, Details folgen.

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