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KIA Picanto Testbericht

Kleines Auto, großes Facelift, brave Werte, arge Top-Ausstattung.

01.05.2008 Autorevue Magazin

Es. Geht. Nix. Weiter. Egal in welchem Gang. Der 65-PS-Vierzylinder des Picanto ist allenfalls Meister im Beschleunigungs-Petting. Richtig lebhaft wird’s dafür auf der Autobahn: Der kurze Radstand und eine bestenfalls bemühte Lenkung machen alles jenseits der 120 km/h zu einem kleinen Abenteuerausflug. Darunter und vor allem in der Stadt ist der jüngst facegeliftete Picanto ein Blech gewordener Leistungsbeweis. Die Novitäten: um 4 cm auf 3,54 m verlängerter Aufbau, verschliffene Formen, allerlei Chrom und Klarglas. Das Bärli-Gesicht ist weg, dafür gibt’s jetzt ein Überraschtes-Bärli-Gesicht. Der Innenraum bleibt verhältnismäßig üppig, aufgeräumt und ohne Sperenzchen, es schmücken modische Stoffbezüge, frischere Armaturen und ein neu sortierter Mittelblock. In der neuen Sport-Luxus-Edition xR und für 12.990 Euro ist dann auch an schrillem Edelsinn kein Mangel. Siehe 15-Zoll-Alus, Teilleder, abgedunkelte Seitenscheiben und diverse Spoiler-Signale.

Im Zeichen ökologisch korrekter Werte (118 g CO2, 5,8 l Praxisverbrauch) legt der Koreaner ein Bekenntnis zum guten Auto ab. Komfortabel, mit gut lesbarer Untersteuerungstendenz (das sensationell humorlose ESP werkt nur in der Top-Version) und in guter Qualität strebt er durchs Leben. Parkplatz passiert quasi automatisch, richtig Laderaum erst nach Umlegen der Rückbank.

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  • Jono Constantini

    XD "Überraschtes Bärli statt Bärli" *rofl*
    Stefan, Meister des Wortschmäh, schade, dass du uns verlassen hast!

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