Im Kofferraum spielt der K900 High Performance großes Kino.
Im Kofferraum spielt der K900 High Performance großes Kino.
 

Das coolste Ding aus Detroit: Kia K900 High Performance

Unter Hunderten Autos auf der NAIAS in Detroit herauszustechen, muss dir erst einmal gelingen. Dem Kia K900 High Performance ist es gelungen. Großes Kino im Kofferraum inklusive.

17.01.2015 asphaltfrage

Zugegeben, ich bin heimlicher Kia-Fan. Das, was die Koreaner in den letzten, sagen wir mal, sieben Jahren an Entwicklung hinter sich haben, macht sprachlos. War das früher alles ein bisschen lustig und hat dir nur ein Schmunzeln abgerungen, so ist das heute voll bei der Musik.

Geruchsbelästigung

In Sachen Styling, klar, vielmehr aber noch in Sachen Verarbeitung. Auf den ewigen Garantie wollen wir da gar nicht rumreiten, vielmehr ist es die Haptik im Innenraum und besonders: der Geruch. Gerade in der unter-15.000-EUR -Klasse steigst Du schon nach fünf Minuten gerne mit einer Aromatenvergiftung aus, so stinkt dir das Hartplastik entgegen. Nicht so im Kia._Detroit-2015-Wallpaper-92

Das coolste Ding aus Detroit: Kia K900 High Performance

Deshalb war klar, dass all GT, Raptor, Mustang, Z28, Hellcat, GLE, Q7, CTS-V, 4C Spider den Kias ein Besuch abgestattet werden musste. Und da stand er dann. Einfach so, in der Ecke geparkt: das coolste Ding aus Detroit: Kia K900 High Performance.

Innen ein Traum in Karamell

Mausgrau, so wie damals der erste Audi TT mit dem Indianerleder. Dazu: feine Carbonteile, Klavierlackgrill, bös-schwarze LED-Lampen und mächtigste schwarze Kreuzspeichen. In 21-Zoll. Innen dann ein Traum in Karamell. Handschuhweiches Leder, dazu echte Kohlefaser. Der Dachhimmel: Wildleder, vernäht mit Karamell-Kontrastnaht. Dazu natürlich alles elektrisch.

Video: Kia K900 High Performance auf der 2014 SEMA Show in Las Vegas

Elektrisch spielt der alle Stückln

Die Sitze, vorn wie hinten, beheiz-, belüft- und verschiebbar. Head-Up-Display, volles Assistenzornat mit ACC, 360-Grad-Kamera und überhaupt. Ein Infotainment, das Android Auto, Apple CarPlay und natürlich die Kia-eigene Navi anzeigt. Massives Soundsystem mit Subwoofer.

Das Beste am K900 High Performance

Das Beste aber (und der Grund, warum das Stühlchen so etwas Feines ist, eh klar): der 5-Liter-V8 unter der Haube ist ein Biturbo. Nur dass die Turbos nicht unter der Haube sitzen. Sondern unter der Stoßstange. Hinten! Vorne sei sonst alles zu heiß geworden. Und Platz hätte es keinen gehabt. Deshalb._Detroit-2015-Wallpaper-93

650 PS in einem Kia!

Es hat schon eine gewisse Lässigkeit, wenn du unter dem Carbonsplitter hinten die K&N-Luftfilter blitzen siehst. Dazu offene Wastegate-Ventile, die den Abgasstrom ohne Filter und Dämpfer einfach so rausrotzen, wenn der volle Druck erreicht ist. Klar, fünf Meter Abgasrohr nach hinten, da braucht es ein bisserl, bis da was an der Turbine ankommt, der K900 wird also kein Ausbund an Reaktionsfreude sein. Doch das ist egal: 650 PS! In einem Kia. Mit elektrischer Rückbank.

Im Kofferraum dann großes Kino

Damit man die Turbos aber nicht nur als Kanalarbeiter gut sehen kann, hat man in Korea gleich noch ein Schaufenster in den Kofferraum eingearbeitet. Wunderbar, größtes Kino, wie wir finden. Dazu gibt es im (lederausgeschlagenen) Heckabteil übrigens noch ein Fach für den Rennoverall und einen integrierten Helmtrockner. Der Grund dafür: Kia hat das wahnsinnige Gerät nicht erst in Detroit gezeigt, nein, er stand schon 2014 auf der SEMA in Las Vegas. Da haben wir aber nichts mitbekommen von ihm und auch nicht, dass sich da alles um «One day at the races» gedreht hat. Aber auch wenn wir ein paar Monate hinterherhinken: das Teil hat nichts von seiner Faszination eingebüßt.9500_2014_SEMA_High_Performance_K900

Ein großer Wunsch an Kia

Wenn es nach uns ginge: schifft den K900 zu uns, das absurde Turbokit gerne als Nachrüstzubehör. Irgendwie wird man das schon zugelassen bekommen. Falls nicht, auch egal. Merkt ja eh keiner – schließlich schaut keiner hinter die Stoßstange, um dort Turbolader zu suchen!

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  • Marcus

    Das ist echt ein ungewöhnliches Setup, die Lader hinten, 2,5 m entfernt vom Motor. Ich schätze aber, dass da Strömungstechnik- und Wärmetechnik-Jungs von KIA drübergerechnet haben…

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