Kia Ceed Cee´d GT GTI Gold OPC Konkurrent
Die endgültigen Formen erkennt man nicht. Aber in der Klasse wird ohnehin viel über Felgen, bunte Bremssättel und Sportschmuck entschieden.
 

Endlich!

Kia C’eed GT: 200+ PS. Heiße Ware aus Korea.

26.11.2012 radical mag

Festhalten: Korea kommt jetzt erstmals auch mit einem heißen Teil im Golf-Segment. Wir durften den Kia C’eed GT mit 200+ PS schon kurz fahren.

Image – das ist mittlerweile das einzige Problem, das die beiden südkoreanischen Hersteller Hyundai und Kia noch haben. Die Qualität stimmt schon lange, in Sachen Design haben sie fantastische Fortschritte gemacht, außen und auch innen, bei der Technik stehen sie auch nicht mehr hinten an. Außer bei einem Thema: noch immer haben die Koreaner das Image von reinen Transportmitteln. Sie verkörpern die pure Vernunft. Es gibt das Hyundai Genesis Coupé, es gibt den Hyundai Veloster Turbo, doch das sind Randgruppen-Spielzeuge.

Aber jetzt kommt der Kia C’eed als GT. Logisch, ein Dreitürer. Und auch wenn wir unter der Tarnung noch nicht genau erkennen, wie er aussehen wird, so darf man davon ausgehen, dass er sich nicht vor Golf GTI und Co. zu verstecken braucht. Denn schließlich hat Ex-Audi-Mann Peter Schreyer das Teil gezeichnet.

Innen gibt es keine zwei Tonnen Klavierlack, sondern einfach ein sauberes Cockpit und enge Sitze und auch sonst ein gutes, aber nicht übertriebenes Level an Sportlichkeit. Wir fuhren einen frühen Prototyp, doch der war schon so sauber verarbeitet, dass man ihn gleich hätte auf die Straße bringen können.

Kia Ceed Cee´d GT GTI Gold OPC Konkurrent

Unter der Haube arbeitet der 1,6-Liter-Direkteinspritzer, wie er auch im Veloster Turbo zum Einsatz kommt. Da gehen maximal 218 PS (wie sie die amerikanische Version des Veloster Turbo hat) – mehr bewilligt die Konzernführung in Korea nicht, man will keine Qualitätsprobleme haben.

Aber immerhin: das ist jede Menge mehr als der C’eed (und der i30 von Hyundai, der dann diesen Antrieb zu einem späteren Zeitpunkt auch erhalten wird, ebenfalls im Dreitürer) bisher bieten konnte. Angaben zu den Fahrleistungen gibt es noch keine, aber wir rechnen mal mit etwa 7,5 Sekunden für den Sprint von 0 auf 100 km/h.

Wir durften schon mal eine Runde drehen. Und was da zuerst aufgefallen ist: er tönt. Nach dem Genesis Coupé ist dies der erste Koreaner, der so etwas wie einen sportlichen Sound entwickelt. Er ist sogar sehr sportlich, bissig, böse, aggressiv. Auch das Fahrwerk ist entsprechend ausgelegt, fast ein bisschen gar hart; das sind wir uns aus Korea aber rein gar nicht gewöhnt. Präzise Lenkung, etwas, was man in diesem Segment sehr schätzt. Und halt wirklich genügend Kraft. Der GT geht bestens. Geschaltet wird über ein manuelles 6-Gang-Getriebe, das ist gut so.

Irgendwann 2013 wird es soweit sein. Wir freuen uns darauf. Wolfsburg wohl weniger. Aber Hoffnungen, dass es den C’eed GT zum Schnäppchenpreis geben wird, muss man sich auch nicht machen, Hyundai/Kia wissen unterdessen auch, was ihre Produkte wert sind.

Wir danken den Kollegen von www.radical-mag.com

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