Kia Cee'd Interieur
 

Die feine Art

Aus dem pummeligen Entlein wurde ein Schwan. Name bleibt gleich: Kia Cee`d.

08.03.2012 Online Redaktion

Schon der erste Kia Cee’d war ein Quantensprung für die Koreaner in Sachen Qualität, Auftritt und auch Image. Kein klebriges Plastik, kein Asia-Barock, nur wenig Corolla-Kolorit (als Ankerpunkt), dafür solide Alltagsware, gefällig und auch ein bissl smart. 430.000 Stück in fünf Jahren dürfen als Erfolg verbucht werden.

Nun wurde die zweite Generation des Kia Cee’d vorgestellt, und gleich vorweg: mit Biederkeiten wurde sämtlich aufgeräumt. Die Karosserie darf nun ohne Weiteres zu den schicksten im Segment gezählt werden, das Armaturenbrett ist leicht zum Fahrer geneigt, wie schon im Vorgänger. Nicht umsonst ist Peter Schreyer derzeit der wohl meisterwähnte Fahrzeugdesigner.

Aber Design allein bringt nichts, und deshalb wird auch auf Seiten der Technik einiges aufgefahren. Ein Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe, zum Beispiel. Oder eine Einparkautomatik, ein beheizbares Lenkrad, Spurhalteassistent, eine in drei Stufen verstellbare Servolenkung, mitlenkende Xenon-Scheinwerfer… die Rückfahrkamera braucht da gar nicht mehr erwähnt zu werden. Sie merken: hier meint’s einer ernst. Wie schon beim Hyundai i30 wird auch hier der Klassenprimus aus Wolfsburg auf der ganzen Linie angegriffen.

Im Innenraum bietet der Cee’d ordentliche Platzverhältnisse vorne wie hinten. Wie üblich sei vom Panoramadach abgeraten, das mehr Kopffreiheit nimmt, als es Licht bringt. Die Sitze wurden in alle Dimensionen vergrößert und treffen die europäischen Staturen damit deutlich besser als das Gestühl des Vorgängers. Die Sitzposition selbst bleibt tadellos. Das Kofferraumvolumen liegt mit 380 Litern leicht über dem Klassenschnitt.

Die Motorisierungen sind weitgehend bekannt (siehe unten), besonders stolz ist man auf das bereits erwähnte Doppelkupplungsgetriebe, das exklusiv für den 1,6-Liter-Benziner erhältlich sein wird. Für den stärkeren der beiden Dieselmotoren wird eine 6-Gang-Wandlerautomatik angeboten.

Die Ausstattungen sind bereits bekannt, schon die Basisausstattung Hot verfügt dabei über eine manuelle Klimaanlage, ein CD-Radio, Zentralverriegelung mit Fernbedienung und elektrische Fensterheber vorne. Über die Preise wird noch verhandelt, für graue Haare sorgt dabei ausgerechnet das Schwestermodell von Hyundai: der Einstiegspreis von 15.990,- für den i30 wird voraussichtlich nicht zu toppen sein. Die Produktion startet im April, auf die Straßen rollt der neue Cee’d ab Mai.

Ebenfalls vorgestellt wurde die Kombiversion SW, der Kofferraum schrumpfte hier geringfügig von 534 auf 528 Liter, Kia verspricht jedoch eine bessere Nutzbarkeit des Volumens. Der Kombi startet im September und ja, auch ein pro_cee’d ist im Kommen, ab Anfang 2013.
Mit 2,0-Liter-Turbo und 210 PS.

Kia Cee'd Detail

Die Motorisierungen des Kia Cee’d:
1,4: 4-Zylinder-Motor, 1396 ccm, 100 PS (73 kW), 137 Nm, 182 km/h, 0-100 in 12,8 sec, 139 g CO2 pro km, MVEG-Verbrauch 6,0 (E)

1,6: 4-Zylinder-Motor, Direkteinspritzung, 1591 ccm, 135 PS (99 kW), 165 Nm, 195 km/h, 0-100 in 9,9 sec, 135 g CO2 pro km, MVEG-Verbrauch 5,8 (E)

1,4 CRDi: 4-Zylinder-Turbodiesel, 1396 ccm, 90 PS (66 kW), 220 Nm, 170 km/h, 0-100 in 13,5 sec, 109 g CO2 pro km, MVEG-Verbrauch 4,1 (D)

1,6 CRDi mit 110 PS: Daten noch nicht bekannt.

1,6 CRDi: 4-Zylinder-Turbodiesel, 1582 ccm, 128 PS (94 kW), 260 Nm, 197 km/h, 0-100 in 10,7 sec, 109 g CO2 pro km, MVEG-Verbrauch 4,1 (D).

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