Die gebeutelten französischen Autobauer können noch nicht aufatmen - für das Gesamtjahresergebnis seien jetzt September und Oktober entscheidend.
Die gebeutelten französischen Autobauer können noch nicht aufatmen - für das Gesamtjahresergebnis seien jetzt September und Oktober entscheidend.
 

Keine Erholung des Automarktes in Frankreich in Sicht

Nach einem relativ guten Juli-Ergebnis wurden in Frankreich im August um 11 Prozent weniger Autos verkauft – besonders hart traf es VW, Peugeot und Daimler.

02.09.2013 APA

Nachdem sich die französischen Autobauer im Juli noch über ein kleines Zulassungsplus freuen konnten, brachte der August wieder schlechte Zahlen: Die Zahl der verkauften Autos sank um 11 Prozent, ein Ergebnis, das trotz der für Autoverkäufe schwierigen Ferienzeit besonders deutlich ausfiel, so der Branchenverband CCFA. Die Hoffnunen auf die lang ersehnte Erholung des Marktes in Frankreich haben sich somit wieder zerschlagen.

Herstellerverband rechnet mit Gesamtjahres-Minus von acht Prozent

Obwohl sich das Minus in den ersten acht Monaten des Jahres auf zehn Prozent summiert, hielt der Herstellerverband an seiner Prognose für das Gesamtjahr fest und rechnet 2013 mit einem Rückgang der Neuzulassungen um acht Prozent. „September und Oktober werden entscheidend sein“, sagte CCFA-Sprecher Francois Roudier.

Volkswagen, Peugeot und Daimler im August besonders schlecht unterwegs

Im August litt vor allem Volkswagen unter der Zurückhaltung der französischen Verbraucher. Europas größter Autobauer verkaufte 24 Prozent weniger Autos. Eine herbe Schlappe musste der weiterhin rote Zahlen schreibende Autobauer Peugeot einstecken. Nach einem leichten Plus im Juli rollten im August 17 Prozent weniger Neuwagen der heimischen Marke auf die Straßen. Daimler machte weiter der Streit um ein Kältemittel für Klimaanlagen zu schaffen. Die Verkaufszahlen der deutschen Marke sanken um 37 Prozent. Das Verkaufsverbot wurde in der vergangenen Woche allerdings aufgehoben.

GM, Fiat und Renault konnten Absatzplus verzeichnen

Weiter hoffen können General Motors, Fiat und Renault. Dank der Marke Chevrolet stieg der Absatz der Opel-Mutter um 16 Prozent. Fiat und Renault verzeichneten ein Plus von zehn beziehungsweise knapp zwei Prozent.

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