Kein Scherz: Tempolimit am Nürburgring

Nach einem tödlichen Unfall Ende März wird am Nürburgring ein Tempolimit als Sicherheitsmaßnahme eingeführt. Aber ist das wirklich sinnvoll?

14.04.2015 Online Redaktion

Keine Frage: Der Nürburgring ist eine Legende. Seit bald 90 Jahren finden dort alle möglichen Motorsport-Events statt. Auch für die Autohersteller spielt der Nürburgring eine ganz besondere Rolle: Nur, was in der „grünen Hölle“ bestehen kann, hat das Zeug zum echten Super-Car. In den Herzen von Auto-Besitzern, die Ihren Liebling einmal gescheit ausführen wollen, hat die Nordschleife einen speziellen Platz, weil sie für ein bisschen Geld gemeinsam darauf herumfahren (und crashen) dürfen.

2015 und 2016 keine Formel 1 am Nürburgring

Doch nach zahlreichen Umbauten und der Insolvenz 2012 hat der Nürburgring seine besten Zeiten bereits hinter sich. Erst vor Kurzem wurde noch dazu bekannt, dass die Formel 1 weder heuer noch 2016 im Nürburgring gastieren wird. Im vergangenen Jahr hatte es noch geheißen, dass die Formel 1 ab 2015 jährlich am Nürburgring stattfinden werde (bis dato wechselte der Grand Prix von Deutschland zwischen Hockenheim- und Nürburgring, fand also nur alle 2 Jahre in der Eifel statt). Damit bleibt der grünen Hölle eigentlich nur mehr das hauseigene 24 Stunden-Rennen als großer Publikumsmagnet.

Tödlicher Unfall führt zu Tempolimit

Als wäre das nicht schlimm genug, wurde bei der VLN Langstreckenmeisterschaft Ende März auch noch ein Zuschauer getötet. Der Nissan GT-R des Briten Jann Mardenborough flog aus der Kurve und in die Menge, wobei ein Mann tödlich und zwei weitere leicht verletzt wurden. Dieses tragische Ereignis ist der Grund dafür, dass auf Teilabschnitten der Nordschleife nun Tempolimits eingeführt werden.

Zahlreiche Maßnahmen sollen Sicherheit erhöhen

Auf der Döttinger Höhe und vor den Abschnitten Flugplatz, Antoniusbuche und Schwedenkreuz darf künftig nur mehr mit höchstens 250 bzw. 200 km/h gefahren werden. Die Einhaltung dieser Tempolimits auf der Rennstrecke werden via GPS überprüft, bei Verstößen drohen „drastische Strafen“. In der Boxengasse wird die erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 60 auf 30 km/h gedrosselt. Zudem wird die Motorleistung der stärksten Fahrzeugklassen um 5 Prozent gedrosselt. Als zusätzliche Maßnahme werden gefährliche Bereiche zu „Sicherheitszonen“ erklärt, die für das Publikum vorläufig nicht mehr oder nur mehr eingeschränkt zugänglich sind. Dazu gehören Teile der Streckenabschnitte Flugplatz, Schwedenkreuz, Metzgesfeld und Pflanzgarten.

Expertengremium soll sinnvolle, mittelfristige Lösungen erarbeiten

Dank dieser Sofortmaßnahmen könne der geplante Rennbetrieb der laufenden Saison wie geplant über die Bühne gehen, so DMSB (Deutscher Motor Sport Bund)-Präsident Hans-Joachim Stuck. Zudem werde ein Expertengremium eingesetzt, das mittelfristige Lösungen erarbeiten soll, die dann unmittelbar nach der laufenden Rennsaison umgesetzt werden sollen. Diese Lösungen könnten sowohl umfassende Reglementänderungen als auch bauliche Maßnahmen beinhalten, erklärt Stuck. Auf jeden Fall sollen die Experten einen Weg finden, um die Gefahren des Rennbetriebs auf dem legendären Nürburgring in den kommenden Jahren deutlich zu reduzieren, gleichzeitig aber nicht dauerhaft auf für eine Rennstrecke sehr eigenartig anmutende Maßnahmen wie Tempolimits zurückgreifen zu müssen.

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  • Weil’sWahrIst

    Irgendwie packe ich das nicht, wie deppert wir Deutschsprachigen sind. Und wenn man glaubt, mehr geht nicht mehr, beweisen sie, dass sie noch viel blöder sein können. Dass da die Blödigkeit der einen Person von einer anderen noch übertrumpft werden kann.
    Früher habe ich etwa bei unserer Regierung geglaubt, Sinnlosschwatz und Steger sind nicht zu toppen. Dann kam Gruselbauer. Das war’s aber immer noch nicht! Dann kam Faymann. Und Spindelegger.
    Unfassbar!
    Und die Deutschen? Führen auf einer Rennstrecke eine Höchstgeschwindigkeit ein! Man glaubt es nicht! Und in der Boxengasse den linkslinken…pardon…der „grünen“ 30er.
    Ich hau mich ab, wie deppert wir bereits sind!
    Und die nächsten Wahlen werden die Kommunisten noch stärken. In Deutschland, wie auch in Österreich! In Deutschland wählen sie ja sogar die größten Halunken des Ex-DDR-Regimes. Das wäre, wie wenn Nazis zur Wahl zugelassen wären- Und niemand stört’s. Unfassbar! Und dann infiltrieren diese Halunken alle Organisationen mit ihren genetisch bedingten Störfällen. Die schaffen dann so Lösungen wie jetzt auf dem Nürburgring!
    Und vielleicht kommen aus aktuellen Anlass in Deutschland „Fallschirme für alle“ und Bodenklappen, die nur dann aufgehen, wenn die Cockpittüre von innen versperrt ist. So deppert wie wir bereits sind, würde mich das nicht mehr überraschen.
    Irgendwann muß man ins nichtdeutschsprachige Ausland auswandern! Dort sind’s ja nicht einmal im Ansatz zu vertrottelt wie bei uns!

    • Edgar Ertrin

      Bravo, so ist es!

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