Bereits im Frühjahr 2013 habe sich Apple-Zukäufer Adrian Percia anonymen Quellen zufolge in Cupertino mit Tesla-Chef Elon Musk getroffen.
 

Kauft Apple den US-Elektroautohersteller Tesla?

Die Anzeichen, dass Apple den Elektroautopionier Tesla kaufen könnte, verdichten sich – Analysten zufolge würden die Unternehmen davon profitieren.

19.02.2014 APA

Schon seit einiger Zeit kursieren Gerüchte, dass Apple den US-Autobauer Tesla kaufen könnte. Einem Bericht des San Francisco Chronicle vom vergangenen Sonntag zufolge hatte sich Adrian Perica, Apples Chief of Mergers and Acquisitions, schon Anfang 2013 mit Tesla-CEO Elon Musk – und „eventuell auch Tim Cook“ – in Cupertino, Apples Hauptsitz, getroffen – zur selben Zeit, zu der Analysten den Kauf des Elektroautopioniers empfohlen hatten. Die Informationen hatte das Blatt aus anonymen Quellen bezogen, von den Unternehmen selbst gab es dazu keine Stellungnahme.

Analyst empfiehlt Apple in offenem Brief Tesla-Kauf

Bereits im Oktober 2013 hatte ein offener Brief eines Analysten der deutschen Investmentbank Berenberg, Adnaan Ahmad, für Medienrummel gesorgt. In seinem an Apple-CEO Tim Cook und Chairman Arthur Levinson gerichteten Schreiben argumentierte der Analyst, Apple solle sich von Smartphones, Uhren und Fernsehern hin zum Automarkt orientieren, da dieser ein Umsatzpotential beinhalte, das mit Apples bisherigen Projekten nicht annähernd erreicht werden könne. Mit dem Kauf von Tesla könne Apple zudem von dessen Know-How profitieren, den Wechsel zu Elektroautos beschleunigen und Apple „grüner“ machen. Mit Elon Musk könne Apple außerdem eine Ikone als Partner gewinnen, die den Innovationsdrang des Unternehmens anführen könne.

BMW musste Computerfirmen mit Elektroauto-Serie zuvorkommen

In einem Bericht zur i-Serie von BMW vom August 2013 führte das Manager Magazin den von Computerfirmen ausgehenden Druck als entscheidenden Grund dafür an, dass der deutsche Autobauer den Schritt zu einer Elektroauto-Submarke gewagt hat. Bereits 2008 wären gut 20 Prozent der europäischen Premiumkunden bereit gewesen, ein Apple-Elektroauto zu kaufen. „BMW musste reagieren. Es war höchste Zeit“, zitierte das Manager Magazin Jan Traenckner, den Beiratsvorsitzenden des deutschen Bundesverbands Elektromobilität. .

Warum Apple Tesla kaufen könnte

Blogomotive hat neben den sich verdichtenden Medienberichten weitere Gründe zusammengetragen, die für eine enge Verflechtung von Apple und Tesla in naher Zukunft sprechen könnten:

Die Unternehmen würden eine gemeinsame Kultur der Innovation und Aufgeschlossenheit gegenüber Neuem teilen und könnten „das Automobil als eine rollende Hülle für IT sehen“. Da die Branche von einem immer weiter steigenden Anteil der IT an der Wertschöpfung des Automobils ausgehe, wäre der „iTesla“ ein logischer Schritt. Tesla wäre für Apple auch durchaus „leistbar“, so Blogomotive weiter: Apple sollen 160 Mrd. US-Dollar an liquiden Mitteln und Investitionsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Demgegenüber stehe die Marktkapitalisierung von Tesla mit 23 Mrd US-Dollar (Stand 18. Februar 2014).

Zudem habe Apple-CEO Tim Cook für 2014 eine neue Produktkategorie angekündigt – wer dabei mit einer neuen TV-Lösung oder einer Smartwatch rechnet, könnte überrascht werden.

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  • pro74

    Das Ergebnis wäre: Das Auto kostet mind. 70% mehr, die Qualität geht um 30% zurück und aufladen darfst auschließlich mehr bei Apple-Stores.

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