Das Urteil des Verwaltungsgerichtshofes wird entscheiden, ob Mercedes-Modelle mit dem alten Kältemittel auch in Frankreich unterwegs sein dürfen. Die Frage ist nur wann.
Das Urteil des Verwaltungsgerichtshofes wird entscheiden, ob Mercedes-Modelle mit dem alten Kältemittel auch in Frankreich unterwegs sein dürfen. Die Frage ist nur wann.
 

Kältemittel-Streit: Verfahren vor oberstem Verwaltungsgericht in Paris gestartet

Nachdem aufgrund der Blockade Frankreichs mehrere tausend Fahrzeuge der Mercedes A-, B- oder CLA-Klasse nicht ausgeliefert werden können, versucht Daimler nun eine sofortige Aufhebung zu bewirken.

23.08.2013 APA

Der Kältemittel-Streit geht in die nächste Runde: Heute, Freitag, hat ein mit Spannung erwartetes Verfahren vor dem obersten französischen Verwaltungsgericht begonnen. Nachdem Frankreich einen Zulassungsstopp für Mercedes-Modelle mit einem alten Kältemittel in der Klimaanlage verhängt hatte, will Daimler nun die Aufhebung der Blockade bewirken.

Daimler weigert sich, das neue Kältemittel R1234yf in seinen Fahrzeugen einzusetzen. Die Substanz hätte in Sicherheitstests Feuer gefangen und ein giftiges Gas freigesetzt. Das deutsche Kraftfahrtbundesamt (KBA) genehmigte Daimler daraufhin die Verwendung des alten Kältemittels R134a. R1234yf ist aber das einzige Kältemittel, das die derzeitigen Klimaschutzvorschriften erfüllt -die französischen Behörden wollen Daimler mit dem Zulassungstopp zwingen, das moderne Kältemittel R1234yf in den neuen Modellen einzusetzen. Sie werfen dem Autokonzern eine unzulässige Umgehung von EU-Umweltvorschriften vor. Mehrere Tausend Fahrzeuge der A-, B- oder CLA-Klasse können aufgrund der Blockade derzeit in Frankreich nicht ausgeliefert werden – viele sind bereits von den Kunden bezahlt.

Wann das oberste französische Verwaltungsgericht sein Urteil verkündet, war zunächst unklar. Am Freitag wurde keine Entscheidung erwartet.

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