© Bild: joss.com.au
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JOSS verzweifelt: Supercar auf Kickstarter

Den Entwicklern des „ersten australischen Supercars“ ging das Geld aus – in einem Akt der Verzweiflung bekommt nun die Crowd die Möglichkeit eines JP1.

26.08.2014 Online Redaktion

Der JP2 von aus dem Hause JOSS Developments Limited ist „Australiens erstes Supercar“. Zumindest theoretisch. Dem 1998 „mit dem einzigen Zweck, ein internationales Supercar zu entwickeln“ gegründeten Unternehmen ging nämlich in der Entwicklungsphase das Geld aus, und nun fehlen die Mittel, um den JP1 tatsächlich auf den Markt zu bringen. Und was macht man als moderne Firma voll Ideen, aber ohne Geld? Richtig – man startet eine Crowdfunding-Kampagne.

© Bild: joss.com.au

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480.000 AUD für die Möglichkeit eines Autos

Konkret will Joss auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter 480.000 Australische Dollar (etwa 340.000 Euro) lukrieren, um den ersten von „den ersten fünf“ JP1 zu realisieren, bzw. theoretisch realisieren zu können: Das Geld soll für die „abschließende Entwicklung sowie das Design“ verwendet werden, „was es uns ermöglichen wird, Bestellungen entgegen zu nehmen und an unsere Kunden zu liefern“. Mit einem 5,0 Liter V8-Motor mit 560 PS soll der knapp unter einer Tonne schwere JP1 in 3 Sekunden von 0 auf 100 beschleunigen – sollte jemand das Auto für umgerechnet etwa 424.000 Euro bestellen.

JOSS JP1-Imagevideo auf Kickstarter

Mindestens eine Sache macht die Crowdfunding-Aktion aber in ihrem Wesen unlogisch: Üblicherweise bekommt die Crowd, die ein Projekt auf Kickstarter oder Indiegogo unterstützt, auch etwas für ihr Geld. In den meisten Fällen besteht zumindest die Möglichkeit, das, was für das gespendete Geld entwickelt wird, auch zu erwerben. Joss verabsäumt es aber, den ersten tatsächlich gebauten JP1 für einen Unkostenbeitrag von ein paar Hunderttausend Dollar feilzubieten. Bleibt also die Frage: Womit werden die 153 Personen, die bisher insgesamt 27.000 Australische Dollar zur Verfügung gestellt haben, belohnt?

Dankes-Email für 10 Dollar

Für 10 Dollar bekommt man eine Dankes-Email von Joss-Gründer Matt Thomas sowie einen Newsletter. Für 50 Dollar gibt’s immerhin schon ein vom Team signiertes Poster. Für 250 Dollar bekommt man das Poster PLUS eine „Team JOSS Supporter Card“ aus Plastik (!) PLUS die Email PLUS den Newsletter. Wenn man das Auto live sehen will, muss man 2200 Dollar springen lassen. Die absolute Premium-Option ist es aber, 8000 Dollar hinzublättern und dafür ein Fotobuch, eine Einladung zum ersten Rennstrecken-Test des JP1, zum Launch-Presse-Event, sowie allerlei weiteres Zeug zu bekommen.

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JP1 virtuell bereits fahrbar

Wer dem „ersten australischen Supercar“ den Weg in die Realität – nicht auf die Straße, denn dort wird es nicht zugelassen werden – ermöglichen möchte, hat noch bis 1. Oktober Zeit, sich an der Kickstarter-Kampagne zu beteiligen. Wer kein Geld ausgeben will, um am Ende ohne dem Auto dazustehen, das vielleicht eh gar nicht gebaut wird, kann den JOSS JP1 auch einfach in Forza Horizon und Forza Motorsport fahren.

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