Lotus Evora stat vore
Der Evora wurde für das Modelljahr 2012 überarbeitet.
 

Jetzt auch fertig

Man muss die Dinge nur reifen lassen…

10.09.2011 Online Redaktion

Der Lotus Evora ist ja ein feines Auto, handlich, schlank (verhältnismäßig) und für einen Lotus erstaunlich langstreckentauglich. Aber im Vergleich ließ das Preis/Wertigkeitsverhältnis bislang etwas zu wünschen übrig: 70k aufwärts und dann so ein Plastik im Innenraum? Lieblos zusammengesticktes Leder? Damit adressierte sich auch dieser Lotus eher an die eingefleischten Fans – was sich der britische Hersteller aber nicht mehr leisten kann und will.

Deshalb ging man in die Offensive und überarbeitete den Evora für das Modelljahr 2012 kräftig. Sogar ein neuer „Trimshop“, also neue Fabrik-Räumlichkeiten für den Innenraum, wurde eingerichtet als Zeichnen der neuen Qualität. Das Ergebnis sieht auf den ersten Blick genauso aus wie vorher, aber die Haptik, der Geruch – eine andere Liga. Die eines Porsche Cayman zum Beispiel, der nun gefühlsmäßig auf Augenhöhe steht.

Aber nicht nur des Innenraums hat man sich angenommen, auch auf der technischen Seite tat sich etwas. Die IPS-Automatik wurde überarbeitet, das Schaltgetriebe erhielt neue Schaltzüge und eine neue Kupplung, womit man auf den bislang größten technischen Kritikpunkt am Evora einging. Für unseren diesjährigen Supertest stand uns übrigens schon ein Evora S mit dem neuen Getriebe zur Verfügung, und Karl Wendlinger sprach nicht mehr von einer Katastrophe, wie noch im Vorjahr. Für eine entsprechende Außenwirkung wurde außerdem die Abgasanlage neu konstruiert, mit einer Abgasklappe, die im Normalbetrieb ab 4700 Touren für sonoren Klang sorgt und im Sportbetrieb permanent offensteht.

Summa summarum ist der Evora durch die Überarbeitung nicht stärker geworden, fühlt sich aber ein Stück agiler an – ein Facelift auf der Gefühlsebene quasi.

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