Vorzeige-Allradtechnologie ist beim Jeep Grand Cherokee selbstverständlich.
Vorzeige-Allradtechnologie ist beim Jeep Grand Cherokee selbstverständlich.
 

Vorstellung: Jeep Grand Cherokee

Leichte Retuschen und neues Getriebe für den Jeep Grand Cherokee.

23.05.2013 Online Redaktion

Der Jeep Grand Cherokee wurde leicht überarbeitet und damit zum Symptom der hektischen Zeit bei Fiat/Chrysler. Denn wirklich nötig waren die Retuschen eigentlich nicht. Ganz uneigentlich arbeitet die Marke aber mit Hochdruck an der Markteinführung des neuen Cherokee. Da wäre es schlechtes Timing, wenn ausgerechnet während der Präsentation des nagelneuen Stückzahlbringers ein überarbeitetes Topmodell (eben der Jeep Grand Cherokee) durchs Bild fährt.

Jeep Grand Cherokee, der Frühstarter

Kommen die kleineren Neuerungen eben etwas früher. Das kann sich das Unternehmen leisten, Jeep legte in den vergangen Jahren kräftig zu. Zwei-, ja selbst dreistellige Zuwachsraten sind zwar kein Wunder, wenn die Ausgangsgröße Krisenjahre apokalyptischer Dimensionen sind, aber eben doch ein Grund zu feiern.

Beispiele? Bitte gerne: Rund 702.000 verkaufte Autos im Jahr 2012 sind Firmen-Rekord und doppelt so viel wie 2011. In Russland konnte die Marke um 124 Prozent zulegen – auf dieser Seite des Atlantiks ist Russland damit der viertstärkste Markt. Tendenz steigend. Sogar die Absätze vom Jeep Grand Cherokee – also jenes Modell, von dem man glaubte, es überarbeiten zu müssen – stiegen um 70 Prozent.

Wichtigste Neuerung ist die Achtgangautomatik. Die gibt es serienmäßig und ist auf dem aktuellen Stand der Technik. Per Elektronik werden Gaspedalstellung, Beschleunigungsvorgänge und andere Parameter überprüft, um nicht unnötig zu schalten und Drehzahlsprünge zu vermeiden. Das funktioniert recht gut, von Hektik oder Nervosität keine Spur.

Der Jeep Grand Cherokee bekam neue Scheinwerfer.

Der Jeep Grand Cherokee bekam neue Scheinwerfer.

Gut so. Die Fünfgangautomatik vom Vorgänger (noch aus Mercedes-Zeiten) war nicht mehr wirklich zeitgemäß und bei einer Achtgangautomatik lässt sich der erste Gang besonders kurz, der achte besonders lang übersetzen. Ersteres freut die Offroad-Aficionados, letzteres die Atuobahn-Gleiter.

Der neue Cherokee aber, der 2014 zu uns kommen wird, hat bereits eine Neungang-Automatik. Ab dann wird das Topmodell der Marke nicht mehr mit der Toptechnologie ausgestattet sein. Ärgerlich. Aber sicher auch ein Grund, warum das Facelift vom Jeep Grand Cherokee nach vorne verschoben wurde. Das Problem mit dem Neungang-Getriebe ist, dass es erstens nicht für die Motoren im Grand Cherokee entwickelt wurde und es zweitens nicht in ausreichender Stückzahl geliefert werden kann.

Feineres Interieur für den Jeep Grand Cherokee

Ansonsten legte die Marke großen Wert darauf, den Jeep Grand Cherokee innen deutlich wertiger zu gestalten: aufgeräumtes Cockpit (dank großem Touch-Screen), hochwertige Materialien und eine sehr gute Verarbeitung.

Der Touchscreen verlangt etwas Übung. Beispiel Sitzheizung. Konnte man die bisher über einen Knopf an der Konsole bedienen, hat sie jetzt einen eigenen Menüpunkt. Da braucht es etwas Zeit um reinzukommen.

Auch für Langstrecken. Bequemer geht es kaum.

Auch für Langstrecken. Bequemer geht es kaum.

Auch das, ein Vorbote auf den neuen Cherokee. Es darf davon ausgegangen werden, dass dieses Upgrade nötig war, um den nötigen Abstand zwischen beiden Modellen herzustellen.

In Österreich möchte die Marke 270 bis 300 Stück vom neuen Jeep Grand Cherokee absetzen. Grundsätzlich gilt: die Benziner spielen keine Rolle, abgesehen vom SRT – im vergangenen Jahr wurden von dem immerhin zwölf Stück abgesetzt.

Jeep Grand Cherokee Preise:

Diesel:
3,0 V6 (190 PS): ab 55.690 Euro (rund 3000 Euro mehr als der Vorgänger)
3,0 V6 (250 PS): ab 63.690 Euro (+ 3000 Euro)

Benzin:
3,6 V6 (286 PS): 78.690 Euro (ausschließlich in neuer Topausstattung „Summit“)
5,7 V8 Hemi (352 PS): 95.450 Euro („Summit“)
6,4 V8 Hemi SRT (468 PS): 105.690 Euro (+ 6000 Euro)

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