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Jeep Grand Wagoneer: Schwarzenegger und Co

Der Jeep Grand Wagoneer ist der Urvater der Luxus-SUV, wobei er sich selbst wohl eher als Geländewagen sieht. Beliebt bei Stars und mittlerweile richtig teuer.

14.06.2016 Press Inform

Der Jeep Grand Wagoneer ist ein richtig geräumiger Geländewagen, der von 1963 bis 1993 gebaut wurde, ein echtes Arbeitstier, das mit seinem Allradantrieb überall durchkam, aber auch der Vorläufer der heutigen Luxus-SUVs. Geräumig mit allem erdenklichen Luxus ausgestattet: Schon 1973 war QuadraTrac, der erste vollautomatische permanente Allrad-Antrieb erhältlich. In Verbindung mit der Automatik ein technischer Meilenstein. Damals waren amerikanische Autos nicht nur bigger, sondern manchmal auch better: die Einzelradaufhängung vorne definierte den Komfort des ersten Premium-SUVs. Wer etwas auf sich hielt, hatte einen solchen Grand Wagoneer in der Garage stehen. Hollywoodstars und die amerikanische High Society fuhren und fahren ihn. Egal ob auf dem Mulholland Drive in Los Angeles oder der Fifth Avenue in New York: Der Grand Wagoneer war und ist hip – das Gefährt der Schönen und Reichen.

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© Bild: Werk

Arnold Schwarzeneggers Jeep Grand Wagoneer

Heute ist der Grand Wagoneer ein Zeichen exquisiten Geschmacks, der seinen Preis hat. Wer sich so ein lässiges gut erhaltenes Modell in die Garage stellen will, muss mittlerweile mindestens 50.000 Dollar zahlen. Letztes Jahr ging ein Exemplar für 85.000 Dollar an einen glücklichen Autofahrer. Der Grand Wagoneer war ein speziell von den MTV-Tunern von West Coast Custom aufgemotztes Exemplar mit einem 6.6-Liter Duramax V8-Diesel und einem mit feinem Leder und Chrom ausstaffierten Innenraum. Der berühmte Vorbesitzer: der Terminator – Arnold Schwarzenegger. Charakteristisch für den Wagoneer sind seine Plastik-Holz-Imitate in den Flanken. Darum kennen viele den Grand Wagoneer unter seinem Spitznamen „Woody“. Damals speziell und eine Reminiszenz an die echten Woodies der 30er und 40er Jahre, als Kombis noch mit Holzaufbauten versehen waren.

1984 Jeep Wagoneer

Ein ganz anderes Fahrverhalten

Das Interieur versprüht den opulenten Charme der frühen 1990er Jahre. Bis in den letzten Winkel ist der Innenraum mit braunem Plüsch ausstaffiert. Selbst im Laderaum ertasten die Finger die kurz geschorene Flokati-Optik. Dazu kommt Leder, chromglänzende Knöpfe und jede Menge Raum. In einem Grand Wagoneer nimmt man souverän am Verkehrsgeschehen teil, dafür sorgt schon das viele Glas. Highlights sind die elektrisch versenkbare Heckscheibe und die Ausstellfenster. Wer hinter dem XXL-Steuerrad Platz nimmt, tut gut daran Gedanken in Richtung Dynamik und Agilität über Bord zu schmeißen. Direkte Lenkung ist ein Fremdwort. Nach gefühlt einer Ewigkeit, die man am Steuer gekurbelt hat, bewegt sich das tonnenschwere Schlachtschiff und schmiegt sich bei jeder Richtungsänderung gemächlich an den Radius der Kurve an.

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© Bild: Werk

Entschleunigung im Grand Wagoneer

Die Dreigang-Automatik mit dem Lenkradhebel ist ein Relikt aus längst vergangenen Zeiten. Alles andere würde nicht zu dem Charakter des Grand Wagoneer passen. Der SUV entschleunigt mit jedem Takt seines 5,9-Liter-V8-Motors, der zufrieden unter der mächtigen Motorhaube vor sich hin wummert. Egal ob Vollgas oder dahinschlendern, der Gemütszustand des Monstrums im Motorraum bleibt immer gleich. Die 146 PS und das maximale Drehmoment von 380 Newtonmetern reichen für das entspannte Cruisen – auf die klassische ursprüngliche Art und Weise. Nichts, aber auch gar nichts bringt den 4,73 Meter langen Gentleman aus der Ruhe. Das überträgt sich auf den Fahrer: Mit jedem Meter fällt der Alltagsstress von einem ab – so gesehen, hat der Grand Wagoneer eine meditative Wirkung. Große Schuhe für die Neuauflage, die ab 2018 das Luxus-Gefühl wieder aufleben lassen will.

  • Markus

    Das langweiligste Youtube Video ever!!!!

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