Eine Studie. Ein Einzelstück. Aber ein Fahrendes.
Eine Studie. Ein Einzelstück. Aber ein Fahrendes.
 

Jaguar Project 7 Präsentation in Goodwood

„Fahrt ihn schnell!“ Ein offener Einsitzer als Eskalation des F-Type – was für ein Glück, dass sie bei Jaguar kaum noch Grenzen kennen.

11.07.2013 Autorevue Magazin

Jaguar Project 7 mit Kompressor-V8, 550 PS, 300 km/h

Jaguar Prjoject 7: „Er verfolgt vor allem ein Ziel: schnell gefahren zu werden und seinen Piloten zu erfreuen.“ Schönere Worte als diese, gesprochen von Jaguars Designchef Ian Callum, kann man einem Auto nicht mit auf den Weg geben. Wenn denn ein Weg sein wird, denn: Der Project 7 (das 7 spielt auf Jaguars sieben Le Mans-Gesamtsiege an) ist ein Einzelstück, eine Studie. Eine fahrende, immerhin: Kompressor-V8, 550 PS, 300 km/h Spitze. Heckflügel, Rückenflosse, kein Verdeck, tiefliegende Schalensitze, seitliche Schürzen künden von der Mission. Ebenso der Verzicht auf den Beifahrersitz. Dort ist jetzt ein Fach für den Helm.

Präsentation des Project 7 in Goodwood

Da wir den Jaguar F-Type kennen, ahnen wir natürlich das Ärgste für den Sound. Wer den hören will, sollte sich zwischen 12. und 14. Juli im südenglischen Goodwood einfinden. Das Festival of Speed, Lord March’s ebenso famoses wie kultiviertes Motorsport-Hochamt, ist nebenbei auch Premierenbühne für den Jaguar Project 7.

 

Hier das Präsentations-Video des Jaguar Project 7:

 

 

Detaillierte Informationen zum Jaguar Project 7:

Die 20. Auflage des Goodwood Festival of Speed (12. – 14. Juli) ist die Premierenbühne für die neue Konzeptstudie Jaguar Project 7. Ein puristischer Einsitzer auf Basis des neuen F-TYPE und eine Hommage an die sieben Jaguar Gesamtsiege in Le Mans. Die Studie ist mit einem 550 PS starken Kompressor-V8 bestückt und 300 km/h schnell. In ihrer radikalen Offenheit wirkt sie wie ein Speedster, die Stabilisierungsflosse am Heck dagegen zitiert den legendären Jaguar D-TYPE von 1954. Als weitere Highlights treten die R-Performance-Modelle Jaguar XFR-S, XKR-S, XKR-S GT und der neue XJR auf.
Klassiker wie der XK 120 „Sieben Tage, sieben Nächte“, der Le Mans-Sieger XJR-9 von 1988 und der XJ13 von 1966 lassen bei Fahrten auf den Goodwood Hill große Rennfahrten von früher neu aufleben.

Eine Hommage an die sieben Jaguar Gesamtsiege bei den 24 Stunden von Le Mans

„Project 7 ist ein einsitziger Sportwagen auf Basis des F-TYPE, mit einer vom Motorsport inspirierten Form, von der alle Designer träumen. Er verfolgt vor allem ein Ziel: schnell gefahren zu werden und seinen Piloten zu erfreuen. Jaguar Sportwagen sind berühmt für außergewöhnliche Performance und schnörkelloses Design.
Project 7 verkörpert diese Tugenden in ihrer reinsten Form.“ So umschreibt Jaguar Designdirektor Ian Callum die Philosophie rund um die neue Studie Project 7. Der Name ist eine Hommage an die sieben Jaguar Gesamtsiege bei den 24 Stunden von Le Mans zwischen 1951 und 1990. Die blaue Außenfarbe samt weißer Schärpe um die Haube schlägt eine Brücke zu den siegreichen Jaguar D-TYPE von 1956 und 1957. Auch sie waren in Analogie zur schottischen
Nationalflagge in Blau statt British Racing Green lackiert.

Project 7: ein voll funktionsfähiger Hochleistungssportwagen

Project 7 ist kein statisches Konzept für eine Automobilmesse, sondern ein voll funktionsfähiger Hochleistungssportwagen. Die verwindungssteife Aluminium-Architektur des Serienmodells bildet eine solide Basis für die Aufnahme des 550 PS starken Kompressor-V8, der hier bis zu 680 Nm auf die Hinterachse schickt. Im Vergleich zum F-TYPE V8 S ein Plus von jeweils 55 PS und Newtonmeter. Folge der Kraftspritzen sind eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in nur 4,2 Sekunden und der Vorstoß an die 300-km/h-Marke. Aber auch die Beschleunigung von 80 auf 120 km/h in nur 2,4 Sekunden wirkt beeindruckend.
Vier Monate von der ersten Zeichnung bis zum fahrbaren Modell Jaguar Designdirektor Ian Callum treibt sein Team immer wieder aufs Neue an, die Grenzen des Automobil-Designs weiter zu verschieben. So auch im Fall Project 7:
Es dauerte nur vier Monate, ehe auf Basis einer ersten Zeichnung des Designers Cesar Pieri ein fahrfertiges Modell auf den Rädern stand.
„Als ich die Skizze eines einsitzigen F-TYPE mit flacher Windschutzscheibe sah, war ich auf Anhieb begeistert. Designer haben das Ziel, Abläufe zu unterbrechen – die Norm auf den Kopf zu stellen und herausfinden, ob es dann immer noch funktioniert. Und hier bei Jaguar lieben wir es, Grenzen weiter hinauszuschieben“, sagt Ian Callum. „Als Team hatten wir den Ehrgeiz, aus dieser wertvollen Idee etwas Handfestes zu machen. Daher ermutigte ich Cesar und unseren Chefdesigner Alister Whelan, das Auto zu einer fahrbaren Studie weiterzuentwickeln.“

Verkleidete Kopfstütze setzt sich als Stabilisierungsflosse nach hinten fort

Die Karosserie von Project 7 behält die beiden für den Jaguar F-TYPE so charakteristischen „Herzlinien” bei, weicht aber neben dem fehlenden Verdeck vor allem im Heckbereich vom Serienmodell ab. Die vom Le Mans-Sieger D-TYPE inspirierte Kopfstütze ist gleichzeitig Verkleidung für einen Überrollbügel und setzt sich als bei hohem Tempo stabilisierend wirkende Rückenflosse nach hinten fort.

Von aerodynamischem Feinschliff zeugen auch der vordere „Splitter” aus Kohlefaser, seitliche Schürzen, ein Heck-Diffusor und der im Winkel von 14 Grad angestellte Heckspoiler. Auch die seitlichen Entlüftungsschlitze sowie die „Kiemen“ der Motorhaube sind aus Kohlefaser; die Rückspiegelgehäuse aus Kohlefaser und Aluminium erinnern an die Studie C-X16 von 2011, aus der bekanntlich der neue Jaguar F-TYPE hervorging.
Nochmals vergrößerte Lufteinlässe und Scheinwerfergehäuse mit glänzend schwarzen statt chromierten Einfassungen sorgen auch am Bug für eine eigenständige Optik. 20 Zoll-Schmiederäder mit Kohlefaser-Einsätzen samt Pirelli P Zeros der Größen 255/30 x 20 (vorn) und 295/30 x 20 (hinten) lassen Project 7 satt auf dem Asphalt stehen.

Kein Beifahrersitz, dafür eine Helmablage

Interieur mit tief installiertem Schalensitz, Vierpunkt-Gurt und Helmhalter Das Cockpit von Jaguar Project 7 gibt sich kaum weniger aufregend als das Exterieur. Der Fahrer nimmt in einem 30 Millimeter tiefer installierten Schalensitz Platz – festgezurrt via Vierpunkt-Gurt. Wo sonst der Beifahrer säße, findet sich ein praktisches Fach zum Abstellen des Helms. Der ist passend zur Außenfarbe in Blau mit weißem Längsstreifen lackiert und wird von einem eigenen Gurt gesichert.
Das abgesteppte Leder für Sitz und Tür-Innenseiten trägt ein an klassische Rennwagen angelehntes Diamant-Muster. Die Mittelkonsole und der Wählhebel des SportShift-Achtgang-Getriebes ziert ein Kohlefaser-Finish. Der Start/Stopp-Knopf ist glänzend schwarz lackiert, die Lenkrad-Schaltwippen sind aus dem vollen Aluminium gefräst.
R Performance-Modelle und Le Mans-Veteranen eilen den Hügel hinauf Neben dem Jaguar Project 7 feiert der neue Jaguar XJR mit gleichfalls 550 PS starkem 5,0-Liter-V8 Kompressor-Motor in Goodwood sein Europa-Debüt. Er wird ebenso live in Aktion zu bewundern sein wie der in streng limitierter Stückzahl gebaute Jaguar XKR-S GT. Der sechsfache Olympiasieger Sir Chris Hoy wird das straßenzugelassene, jedoch für die Rennstrecke fit gemachte Coupé am Freitag beim „Super Car Run“ steuern. Am folgenden Tag übernimmt dann Kazunori Yamauchi, Produzent der Grand Turismo-Spiele für die Sony PlayStation®, das Volant.

Historische Jaguar Modelle

Das Aufgebot an historischen Jaguar Modellen führt jener XK 120 an, der als „Sieben Tage, sieben Nächte”-Modell bekannt geworden ist. Im August 1952 spulten damit vier Piloten – darunter Stirling Moss – auf dem Kurs von Monthléry 27.113 Kilometer mit einem Schnitt von 171 km/h ab, was Jaguar neun neue Weltrekorde einbrachte.
Einer der berühmten D-TYPE – Chassis XKD 401, der Entwicklungsprototyp und 1954 als Reserveauto für Le Mans genannt – wird ebenso das gesamte Wochenende über aktiv sein, ebenso wie der von Andy Wallace pilotierte XJR-9 V12, Siegerwagen der 24-Stunden-Schlacht des Jahres 1988. Der offene Jaguar XJ13 mit 5,0-Liter-V12-Mittelmotor von 1966 war ebenfalls für einen Einsatz in Le Mans gedacht. Er fuhr jedoch nie ein Rennen und blieb ein bis heute sagenumwobenes Unikat.

Jaguar Project 7 in Goodwood

Jaguar Project 7 in Goodwood

  • Michael Kratz

    Obwohl, man denkt auch irgendwie an Corvette.

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