Jaguar F-Type Messe Paris 2012 Roadster
Der F-Type wird ab Frühsommer zu haben.
 

Catwalk

Der Jaguar F-Type ist da – kräftige Motoren, Heckantrieb und der Versuch Gewicht zu sparen.

27.09.2012 Online Redaktion

Heckantrieb, saftige Motoren, Stoffverdeck, Alu-Karosserie – Jaguar bringt mit dem F-Type einen Roadster, der Porsche Cayman und co das Fürchten lehren könnte.

Drei Motoren stehen zur Auswahl. Ein per Kompressor beatmeter 5,0-Liter V8 mit 495 PS (null auf hundert in 4,3 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit 300 Stundenkilometer) und zwei ebenfalls aufgeladene 3,0 Liter V6 mit 380 PS (4,9 Sekunden, 275 km/h) und 340 PS (5,3 Sekunden, 260 km/h). Bei allen verhandelt eine Achtstufen-Automatik die Kraft aus, bevor sie an die Hinterachse stürmt.

Ein aktives Auspuffsystem für die S-Modelle soll Rennsportsound liefern… und helfen die Modelle auseinander zu halten. Die F-Type mit Sechszylinder-Power sind mit einem mittigen Doppelrohr bestückt. Der V8 S hält mit eckigen, außen liegenden Einzelendstücken im Stil der Topsportler XFR und XKR dagegen.

In bester Roadster-Tradition entschied sich Jaguar beim F-Type für ein Stoffverdeck anstelle eines Stahldachs. Die Kapuze lässt sich bis zu einer Geschwindigkeit von knapp 50 km/h in zwölf Sekunden öffnen und genauso schnell wieder schließen.

Jaguar F-Type Messe Paris 2012 Roadster

Eine satte Straßenlage sollen der Radstand von 2622 Millimetern und doppelten Querlenker an Vorder- und Hinterachse garantieren. Dazu kommt ein adaptives und stufenlos regelndes Dämpfersystem (Adaptive Dynamics). Der F-Type steht außerdem auf Jaguar Aluminium-Plattform (die Rohkarosserie wiegt 261 Kilogramm).

Die Ingenieure haben versucht, das Massenträgheitsmoment zu minimieren und auf eine ausgeglichene Gewichtsverteilung geachtet. Neben der Batterie wurde deswegen zum Beispiel auch der Behälter für das Scheibenwaschwasser statt unter der Motorhaube im Kofferraum verstaut. Der vordere Hilfsrahmen aus Aluminium reduziert das Gewicht auf der Vorderachse. Die Sitzposition ist zwanzig Millimeter tiefer als im XKR-S, um den Schwerpunkt weiter nach unten zu drücken.

Bei so viel dynamischen Anspruch dürfen die Bremsen nicht zu klein geraten. Jaguar versucht es im V8 S mit 380 Millimeter Bremsscheiben vorne und 376 Millimeter Bremsscheiben hinten.

Jaguar F-Type Messe Paris 2012 Roadster

Jaguar versteht den F-Type übrigens als „1+1“-Sportwagen. Ziel sei ein den Fahrer umhüllendes Cockpit gewesen, in dem alle Kontrollhebel und Schalter auf natürliche Weise zu bedienen und in Bediengruppen zusammengefasst sind. Was freilich jeder Hersteller von jedem Auto behauptet (was aber einen Kleinwagen noch lange nicht zu einem 1+1+1+1-Sitzer macht).

Elektrisch verstellbare Sportsitze gibt es serienmäßig, ebenso ein witziges Gadget bei den Haltegriffen. Werden sie nicht per Fernbedienung oder durch leichten Druck auf eine berührungssensitive Zone aktiviert, bleiben sie in der Tür versteckt. Beim automatischen Ausschwenken stellen sie dann einen mechanischen „Handschlag“ her. Ist der Jaguar F-Type in Fahrt, fahren die Griffe automatisch zurück und hinterlassen eine aerodynamisch günstigere, weil glatte Oberfläche.

Im Frühsommer 2013 kommt der F-Type auf den Markt und wird bei 85.000 Euro starten (V6 mit 340 PS).

Und bewegte und bewegende Bilder zum Jaguar F-Type haben wir auch:

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