jaguar f-type coupé coupe 2014 schwarz vorne front seite
Surprise, surprise
 

Das neue Jaguar F-Type Coupé: Sexiest Car alive?

Die Festdach-Version soll ja schon vor dem Convertible fertig gewesen sein. Egal, das Wartenbis Mai 2014 lohnt sich.

20.11.2013 radical mag

An zwei Orten gleichzeitig feiert das F-Type Coupé seine Weltpremiere: auf der Los Angeles Auto Show und jenseits des Pazifiks auf der Tokyo Motor Show. So neu ist er eigentlich nicht: Bereits 2011 ließ Jaguar mit der Studie C-X16 unsere Herzen hämmern – umso mehr freut es uns, dass es diese quasi 1:1 in die Serie geschafft hat. Ob es die – wie im E-Type – seitlich angeschlagene Hecktüre auch in die Serie geschafft hat, ist jedoch noch nicht bekannt.

jaguar f-type coupé 2014 rot seite hinten

Das F-Type Coupé:

Es ist das torsionsteifste Modell der gesamten Jaguar-Geschichte. Auch dazu nicken wir andächtig. Als R mit wilden 550 PS ist das F-Type Coupé dazu auch noch der dynamischste und sportlichste Seriensportwagen eben dieser Jaguar-Geschichte, zumindest gemäss Pressetext. Ja, könnte so sein, die 4,2 Sekunden für den Sprint von 0 auf 100 km/h sowie die Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h sind tatsächlich beeindruckend. Der Fortschritt gegenüber dem F-Type Cabrio als V8S mit 495 PS beträgt dann auch eine sehr beeindruckende Zehntelsekunde beim Paradesprint sowie 0 km/h bei der Höchstgeschwindigkeit. Der XKR-S GT, der es in 3,9 Sekunden schafft, gilt anscheinend nicht als Serienmodell…

jaguar f-type coupé 2014 weiss Seite

Marketing-Warmluft-Strategie hin oder her, wir haben trotzdem das Gefühl, dass Jaguar beim F-Type Coupé eine Chance verpasst hat. Denn was war, ist der am häufigsten genannte Kritikpunkt am F-Type Convertible? Na? Genau: das Gewicht. Man muss die Presse-Mitteilung zum neuen Coupé in Langfassung aber weit bis nach unten lesen, bis man endlich eine Zahl findet, und dann ist es erst noch eine, die sich nicht vergleichen lässt.

jaguar f-type coupé 2014 rot seite

Der R also wiegt 1665 Kilo, das bedeutet, er ist etwa 30 Kilo leichter als offene V8S.

Wir wollen wir das jetzt ausdrücken, einigermassen freundlich: da wäre sicher noch eine kleine Diätmöglich gewesen. Ja, beim Porsche muss man tatsächlich den 911 Turbo bemühen, damit sich die Leistungsdaten vergleichen lassen, und der wiegt dann auch satte 1610 Kilo. Hat allerdings Allrad. Und einen vielvielgrösseren Heckspoiler. Und er kann von 0 auf 100 in 3,1 Sekunden. Und kostet auch viel mehr.

jaguar f-type coupé 2014 schwarz vorne seitejaguar f-type coupé 2014 hinten seite weiss

Aber beginnen wir nochmals von vorne, besser: von unten:

Das neue F-Type Coupé gibt es selbstverständlich nicht nur als R mit besagten 550 PS, sondern auch mit zwei 3-Liter-Sechszylindern, mit entweder 340 oder dann 380 PS. Das Basismodell geht in 5,3 Sekunden von 0 auf 100 und ist 260 km/h schnell – und wird im nächsten Frühling ab 76.420.- Euro kosten.

jaguar f-type coupé 2014 weiss hinten oben

Und ist damit selbstverständlich direkt gegen den Porsche Cayman platziert, der als S mit 325 PS ab 76.420.- Euro zu haben ist. Geschaltet wird auch der kleinste F-Type wie alle anderen Modelle über eine Achtgang-Automatik von ZF. Wir nehmen an, dass der R auch noch einen kleineren Bruder erhalten wird, mit einem sanfteren V8, den braucht es einfach, für Amerika, für die Marketing-Jungs, die immer noch einen Pfeil im Köcher haben.

jaguar f-type coupé 2014 seite weiss

Doch dann sprechen wir mal noch vom Aussehen.

Und ja, da darf man den Engländern schon gratulieren, das haben sie gut hingekriegt. Das baubedingt etwas pummelige Heck des Cabrios wirkt deutlich in der Coupé-Form deutlich entspannter, also: schlanker. Und die Dachlinien ziehen sich wunderbar bis ganz, ganz weit nach hinten, schön gemacht. Und deshalb hat der Zweiplätzer auch soetwas wie einen echten Kofferraum, über 400 Liter fasst er, dann werden die Golfspieler sowie -innen jubeln, da gehen wohl mehr Bags rein als Passagiere. Im Gegensatz zu einer Corvette hat man allerdings keine direkten Zugriff in den Gepäckraum,hinter den Insassen ist eine Wand samt Verstrebungen des Überrollbügels. Damit man auch sieht, wie das so ist mit der Torsionssteifigkeit. Innen bleibt alles, wie es schon war, und wie das genau ist mit diesem Glasdach, das haben wir noch nicht herausgefunden.

jaguar f-type coupé 2014 innen innenraum cockpitjaguar f-type coupé 2014 sitze innen

Vielen Dank an die Kollegen von radical-mag.com

  • Zebrahead

    @pro74:
    ähhhh…. im Profil sieht der F-Type dem aktuellen Porsche 911 ansatzweise schon sehr ähnlich!

  • pro74

    An alle deutschen Hersteller: DAS ist sexy Autodesign! ….und nicht die 324.Auflage des „Kampfjet-mit-LKW-Grill“-Designs (Audi), „Käfer-Karosse-in-alle-möglichen-Richtungen-verändert“ (Porsche 911, Panamera, Cayenne) oder aktuell die „Sicken-und-Lichtkanten-der Verzweiflung“ (MB).

  • Ravenbird

    Ein wirklich schönes Auto. Schöner ist nur der Roadster, ab das ist Geschmackssache.

    Aber solltet ihr eure Zeitung nicht bald in „SuperAuto Revue“ umbenennen?
    Natürlich ist es schön, über das technisch Machbare zu berichten, aber die vielen Normalos wie ich mit einem Monatseinkommen von unter 10000 Euro können sich solche Autos nicht leisten. Schlimmer noch: Wir sehen sie nicht mal.
    Wo sind die kleinen Zweisitzer mit großem Kofferraum? Wo die Autos für Pendler? Autos, die unter 10000 Euro kosten, etwas gleich schauen, sicher sind und eine halbe Million Kilometer halten ohne auseinander zu fallen oder schon nach dem ersten Salzwinter Rostlöcher haben? SOLCHE Autos brauchen wir!

    • …zum Beispiel Autorevue 12/2013, Seite 56: Zwei preiswerte Erdgas-Kleinwägen im Test – 4,– Euro pro 100 km.

      Viel Spaß beim Lesen!

      Mit herzlichen Grüßen
      Johannes Gasser, Redaktion autorevue.at

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