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Die italienische Justizministerin will das Vergehen "Straßenmord" einführen
 

Italien will das Delikt „Straßenmord“ einführen

Autofahrer, die unter Drogen- oder Alkoholeinfluss tödliche Verkehrsunfälle verursachen, sollen härter bestraft werden

02.01.2014 APA

Italien will das Vergehen des „Straßenmordes“ einführen – für Autofahrer, die unter dem Einfluss von Drogen oder Alkohol tödliche Verkehrsunfälle verursachen. Der „Straßenmord“ soll strengere Strafen als das Delikt fahrlässige Tötung nach sich ziehen, das normalerweise für Verkehrsunfälle vorgesehen ist.

Justizministerin will Ministerrat entsprechendes Paket bis Ende Jänner vorlegen

„Bis Ende Jänner werde ich dem Ministerrat ein Paket mit Neuigkeiten im Justizwesen vorlegen, das unter anderem die Einführung des Vergehens des Straßenmordes vorsieht“, kündigte Justizministerin Annamaria Cancellieri nach Medienangaben vom Donnerstag an. Noch unklar ist, wie hoch das Strafausmaß sein soll.

„Straßenmord“ als Reaktion auf Unfall zu Silvester

Cancellieri reagiert damit auf den Tod einer 77-jährigen Mutter und ihrer 42-jährigen Tochter auf einer Autobahn unweit der süditalienischen Stadt Cosenza. Sie waren auf der Heimfahrt von einer Silvesterfeier, als sie mit einem anderen Auto zusammenprallten. Mutter und Tochter starben, nachdem sie von einem dritten Auto erfasst wurden, dessen Fahrer danach flüchtete. In den ersten elf Monaten 2013 wurden von den italienischen Behörden 902 Verkehrsrowdys gemeldet, die 105 Todesopfer und 1.089 Verletzte auf dem Gewissen haben.

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