Lotus Exige Dany Bahar suspendiert Pleite Konkurs
 

Dany who?

Vorbei die Zeit von Dany Bahar bei Lotus. Zumindest vorerst.

30.05.2012 radical mag

Dany Bahar ist bei Lotus suspendiert worden (um die Lotus Pleite abzuwenden?). Vorübergehend suspendiert, um genau zu sein. Der Sunnyboy, der selbsternannte Retter der britischen Traditionsmarke, der die Sportwagen auf eine Stufe mit Ferrari bringen wollte – er musste nun Handy und Laptop abgeben. Wieso? Darüber herrscht derzeit noch Verwirrung. Offiziell untersucht der neue Proton-Mehrheitsaktionär verschiedene Vorkommnisse im Betrieb.

Lotus gehört zur Proton-Gruppe, die vor kurzem zum grössten Teil an den ebenfalls aus Malaysia stammenden Autokonzern DRB-Hicom verkauft wurde. Mit einem Aktienanteil von etwa 43% hat DRB-Hicon das Sagen im Hause Lotus. Über die genauen Machtverhältnisse und Stand der Dinge bei Lotus können Sie hier mehr lesen.

Lotus Exige Dany Bahar suspendiert Pleite Konkurs

Nun wurde Bahar, der gleich fünf neue Lotus-Modelle aufgleisen wollte, also suspendiert. Vorübergehend, aber niemand glaubt daran, dass der ehemalige Ferrari-Mann zurückkommt.

Gemunkelt wird, dass DRB-Hicom mit einer strafrechtlichen Verfolgung Bahars um die Zahlung einer mächtigen Abfindung herumkommt. Denn dieser hat einen sehr, sehr hoch dotierten Vertrag. Ein normaler Rauswurf Bahars würde viel Geld kosten.

Doch wie soll es nun weitergehen bei Lotus? Stellt man die Entwicklung der neuen Modelle ein, geht sehr viel Geld verloren. Entwickelt man die Modelle zu Ende, brauchts` ebenfalls viel Geld. Allerdings ohne Garantie, dass die neuen Lotus dann auch bei den Kunden ankommen.

Also lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende? Dass Lotus tolle Autos bauen kann, zeigt das Beispiel des Lotus Exige S. Sie können es auf der Insel, doch der Marke fehlt derzeit die Identität und vor allem – das Vertrauen. Wer immer an die Stelle von Bahar tritt, wird vor allem eines müssen: bei Kunden, Händlern und Investoren viel Vertrauen und Goodwill schaffen. Good luck, Lotus!

Vielen Dank an die Kollegen von www.radical-mag.com

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