peugeot 404 cabrio
Das Cabrio, wie das die Limousine ebenfalls von Pininfarina gezeichnet, kam im Modelljahr 1962 dazu, ...
 

Peugeot 404 Modellgeschichte – In Harmonie

Eine Modellfamilie vom Cabrio bis zum Pickup, und dazu ein (fast) ewiges Leben.

09.11.2013 Autorevue Magazin

Schon die beiden Vorgänger 203 und 403 hatten das Bild vorgezeichnet, in das auch der Peugeot 404 im Jahr 1960 einschwenken sollte: Robuste Technik, simple Bedienung und eine gefällige Karosserie (meistens mit Schiebedach!) ließen kaum Ecken und Kanten für Ablehnung, folglich brummten die Verkaufs­zahlen, und jedes Modell wurde jahrelang parallel zum Vorgänger verkauft.

peugeot 404 limousine vorne

1960 löste der Peugeot 404 den 403 nicht ab, beide wurden bis 1966 parallel produziert.

Peugeot 404: Design by Pininfarina

Mit dem 403 war Pininfarina als Design-Lieferant hinzugekommen, das sollte auch beim 404 so bleiben: Sein Vorschlag wurde dem hauseigenen Entwurf vorgezogen und lediglich ­dezent überarbeitet. Überraschend war das Ergebnis nicht, ­immerhin hatte Pininfarina seine Trapezlinie schon mit Lancias Flaminia vorgestellt und seine Ideen mehrmals verkauft: Fiat 1800/2300 und Morris Oxford/Austin Cambridge und ihre vielen Badge-Engineering-Derivate entsprangen unverkennbar der gleichen Design-Schule.

Die Technik des Peugeot 404 kam modernisiert aus dem 403:

Die Achsen tauschten Blatt- gegen Schraubenfedern, der Vierzylindermotor wurde auf 1,6 l vergrößert (der 1,5 l aus dem 403 kam später in den 404-Sparversionen zurück) und um 45 Grad seitlich geneigt. Die dadurch gewonnene Höhe füllte der obenauf gesetzte Luftfilter wieder aus. Gesamt war der 404 wenige ­Zentimeter kleiner als der Vorgänger, er sah aber größer aus, wunderbares Einstandsgeschenk für aufsteigende Kunden.

peugeot 404 break combi kombi commerciale Break Super Luxe

Für Transportaufgaben aller Art war der Break mit längerem Radstand zuständig

Geliftet wurde der Peugeot 404 außen nie.

Die markanteste Änderung betraf die Form der Rückstrahler (von rund auf rechteckig), die Idee eines Facelifts am Heck wurde 1966 wieder verworfen, also sah die Limousine hinten fortan doch nicht aus wie Coupé und Cabrio. Diese Karosserieversionen waren 1962 (Cabrio) und 1963 (Coupé) hinzugekommen, abermals von Pininfarina entworfen und damit Fiat 1200/1500 täuschend ähnlich. Gefertigt wurde die Karosserie der sportlichen 404-Ableger bei Pininfarina, in Frankreich komplettierte Peugeot die Autos mit Technik-Komponenten. Zum Beispiel mit dem Einspritz-Motor mit 80 PS, der dann auch in der Limousine zu haben war. Nie allerdings im Kombi mit langem Radstand und mächtigem Laderaum, der als Arbeitstier (Commerciale), Luxuskombi (Break Super Luxe) und Familienauto (Familiale mit drei Sitzreihen) auftrat. Wie seinen Vorgänger gab es auch den 404 mit Diesel­motor, besonders den 1967 vorgestellten Pickup.

Erst mit der Vorstellung des (ebenfalls jahrelang parallel ­angebotenen) 504 wurde die 404-Palette gestrafft: Zum Jahreswechsel 68/69 entfielen Cabrio, Coupé und Einspritzmotor beim 404. Als letzte bedeutende Neuerung bekam der 404 im Jahr 1969 Scheibenbremsen vorne. Als die Produktion in Europa 1975 eingestellt wurde, war der 404 stilistisch schon ein Auto aus einer anderen Welt. Aber nicht unbedingt aus einer schlechteren.

Modell         404         404 Inj.      404/8        404 Diesel
Bauzeit      1960-’75   1961-’68   1968–’70   1963-’75
Hubraum    1618        1618         1468          1948
Leistung     65-74       80/88           60            60-64

Hier finden Sie die Kaufberatung zum Peugeot 404.

 

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  • Autojoe

    Ein Fahrgefühl wie auf Samptpfoten konnte ich bisher in keinem anderen Auto erleben als im Peugeot 404.

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