Der Alfa Romeo 4C
Kann der Alfa Romeo 4C bei der Imagekorrektur helfen?
 

Imageänderung bei Fiat: Klasse statt Masse

Sergio Marchionne setzt auf die neuen Modelle von Alfa Romeo und denkt nicht an einen Verkauf der italienischen Marke.

13.01.2014 APA

Die Komplettübernahme von Chrysler war nur der Anfang der Neustrukturierung von Fiat. Die Italiener wollen weg vom Massenmarkt und ihr Hauptaugenmerk auf Qualitätsautos legen. „Fiat will im Premium-Segment mit Produkten hoher Qualität punkten. Die Konkurrenz ist dort geringer, die Kunden sind aufmerksamer und die Gewinnmargen größer“, betonte Fiat-Chef Sergio Marchionne im Interview mit der römischen Tageszeitung „La Repubblica“ am Freitag.

Imageänderung für Alfa Romeo

„Wir haben fantastische Marken im Premium-Bereich wie Alfa Romeo und Maserati. Warum sollen wir sie nicht neu entwickeln? Teams unserer Mitarbeiter bereiten die neuen Alfa-Romeo-Modelle vor, die wir im April vorstellen. Wir werden somit das Image der Marke ändern und sie zur absoluten Spitze machen“, so Marchionne.

Kein Verkauf von Alfa Romeo

Der Fiat-Chef schloss entschieden aus, dass Alfa Romeo an deutsche Konkurrenten verkauft werden könnte. „Alfa ist der zentrale Teil unserer neuen Strategie. So wie auch Jeep weltweit verkauft wird, aber ein typisch amerikanisches Fahrzeug ist, muss die Alfa-DNA authentisch italienisch sein. Alfa wird nie eine amerikanische Marke sein“, so Marchionne.

Lancia nur noch für den italienischen Markt

Fiat wird im oberen Segment des Massenmarkts mit Panda und Cinquecento arbeiten und das niedrigere und mittlere Segment verlassen. Lancia wird mit der Linie „Y“ lediglich eine Marke für den italienischen Markt sein. Unsere Herausforderung ist, das gesamte Industrienetz für die neue Entwicklung von Alfa zu nutzen, das als italienisches Top-Produkt eine Zukunft haben soll“, betonte der Fiat-Chef.

Neuer Name und Standort

Nach der Fusion mit Chrysler soll eine neue Gesellschaft mit einem neuen Namen entstehen. „Fiat ist in Mailand börsennotiert. Wir werden dorthin gehen, wo es Geld gibt, wo der Zugang zum Kapital einfacher ist. Es bestehen keine Zweifel, dass der unkomplizierteste Markt New York ist, doch der Vorstand wird entscheiden. Ich bin bereit, auch nach Hongkong zu gehen, um Fiat-Chysler zu finanzieren“, erklärte der Fiat-Boss.

Fusion mit Chrysler war ein wichtiger Schritt

Die Fusion mit Chrysler sei kein Schaden, sondern ein Segen für Italien und sein Industriesystem. „Diese Transaktion hat das Überleben der italienischen Industrie in einem halbierten Markt ermöglicht. Jetzt können wir mit stärkeren Grundlagen neu starten“, erklärte Marchionne.

  • MP

    Ich kann Hr.Pold und Aura nur zustimmen.

  • Alfred Pold

    Momentan ist viel heiße Luft von Herrn Marchione zu hören, dass die Fahrzeuge von A.L.F.A- Romeo schon nicht mehr aus Mailand kommen sondern irgendwo her ist für den Alfista ein Problem. Einen Audi Fahrer mag es ja nicht stören wenn sein Auto aus Ungarn kommt, aber einen Fahrer der Milanesen stört es ja schon wenn der aus Turin kommt, mit Ausnahmen der Modelle die bei einem der großen Karosseriebauern montiert wurden.Die fehlenden PS ein anderes, bauen die Ex Mailänder doch die langsamsten Sportwagen. Dass der neue Spider auf Mazda Basis mit einem Alfa Motor kommt und noch dazu aus Japan, da wird er sich sicher keine Freunde machen. Außerdem habe ich diese Autos immer wegen der geringen Stückzahl, den Designern, Karosserie Spezialisten, Veglia Borletti oder Jaeger Instrumenten und der Eigentümerfamilie gekauft. In Sachen Kultur ist Italien für mich in Europa unerreicht. Außerdem kann ich bei Fahrzeugen die in hoher Stückzahl weiß Gott nicht mehr von Premium sprechen, wie die Deutschen Autobauer es so gern betonen. Auch die Mama F.I.A.T. bräuchte wieder mehr Modelle mit Herz und großen Namen wie die Barchetta die zu einem Großteil bei Bruno Maggiora von Hand entstanden ist, meine habe ich schon seit bald 18 Jahren. Lancia den Erfinder der selbst tragenden Karosserie und der Einzelradaufhängung sollte man sterben lassen. Noch mal zu A.L.F.A. Romeo, so tief gesunken ist die einstige Parademarke als der Staat Italien Eigentümer war,der Traditionsreiche Autobauer ist Geschichtlich in meinen Augen sogar über Ferrari zu positionieren. Sagte doch auch Enzo Ferrari selbst:“ wir müssen die Mama A.L.F.A. schlagen“.
    Giovanni Agnelli, Nicola Romeo und Vincenzo Lancia würden in Ihren Gräbern rotieren wenn Sie wüssten was aus Ihren Automarken geworden ist.
    Egal wie viele Rückrufaktionen es bei den Germanischen Autobauern gibt, einen starken Verbündeten haben die deutschen Autobauer auf Ihrer Seite, die Autozeitungen.
    Stehen sie doch auf Ihrer Gehaltsliste durch Redaktionell bezahlte Beiträge. Und immer gewinnt das deutsche Premiumprodukt. Der Fast Food Mentalität und der Veramerikanisierung sei Dank solche Zeitungen und Testergebnisse nicht zu hinterfragen.
    Egal was man über deutsche Autos schreibt, werde ich nicht einen Cent für ein Auto aus diesem Land ausgeben, egal was die Autozeitung schreibt. Mit meinen Italienern bin ich immer gut gefahren obwohl ich in der Ritmo-Regata Ära angefangen habe, und ich Deutsche Fahrzeuge als Firmenfahrzeuge habe.
    Nicht vergessen, ich bin Individualist darum werden die kommenden negativ Kommentare von Leuten die deutsche Autos mögen an meiner Meinung nichts ändern. Einziger Tipp um mich zu verstehen, nehmen Sie ein Buch in die Hand und Sie werden erkennen dass andere Autobauer einfach nur Ihrer Zeit weit voraus wahren.
    Vor allem sollten die Leute nicht so tun als komme die überlegene Technik nur aus Deutschland und die anderen Nationen können nichts.

    • Aura

      Da kann ich nur zustimmen. Bin selbst begeisterter Alfisti, der beruflich gezwungen ist einen deutschen Schuhkarton zu fahren. Selbst wenn der F.I.A.T Chef es schafft, ein zukunftsfähiges Programm auf die Beine zu stellen, so wird es doch Jahre dauern, bis die Marken von den Kunden als „Premium“, was immer man darunter verstehen mag, angenommen werden. Man diese Entwicklung ja bei Audi in den 80er und 90er Jahren gesehen, und Opel ist ein Beispiel dafür, wie man trotz guter Produkte den imagemässigen Turnaround nicht schaffen kann.
      Keine Frage, die Marke Alfa Romeo hat auch heute noch einen gewaltigen Klang und viele Freunde, aber diese Freunde müssen die Fahrzeuge erstmal kaufen. Jammern, daß es Alfa so schlecht geht, aber Golf und Co fahren hilft halt auch nicht wirklich weiter.
      Übrigens: Auch in Österreichs Automagazinen macht sich eine gewisse Tendenz bemerkbar, bei den kleinsten Neuerungen der deutschen Fahrzeuge in Jubelstürme auszubrechen. Man kann FIAT und Konsorten nur das Beste wünschen.

  • zitronen_bob

    Vorerst also nichts als weitere „heiße Luft“ von Sergio Marchionne …

    Nach dem totalen Kahlschlag in der Alfa-Modellpalette (nur mehr Klein- und Kompaktwagen + Nischenfahrzeug 4C) mit der nun schon Jahre währenden Dauerbaustelle „Giulia“ und dem Rückzug als Komplettanbieter (Fiat, Alfa und Lancia – keine Mittelklasse mehr!!!) sieht sich Marchionne nun also dazu in der Lage zu einem Anbieter im Premium-Segment zu werden …

    Da fehlen einem ja wirklich die Worte!

    Dem Mann scheint ja wirklich jegliches Gespür für Markenkern, Markenführung und Markenentwicklung zu fehlen …

    • Dinos

      Marchionne – Ein Manager ganz nach meinem Geschmack!

      Freue mich auf das erste Elektroauto von Alfa. Solange muss mein Brera noch halten!

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