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Startschuss für die neue BMW-Marke "i".
 

„i“ werd narrisch

BMW gründet die Marke „i“ und will elektrisch durchstarten.

25.02.2011 Online Redaktion

Wer in München wohnte kam als erstes in den Genuss von BMWs neuer Marke zu erfahren. Das Unternehmen ließ seinen Hauptsitz in Videoprojektionen und Lichtinstallationen tauchen, um die Botschaft „Born Electric“ zu verbreiten. Es war der erste Schritt, um vielfach gestreuten Gerüchte rund um Elektroautos aus dem Haus ein ernsthaftes Fundament zu geben.

Das war vergangenen Samstag. Am Montag drauf war es dann soweit, BMW präsentierte „i“, die neue Marke, unter deren Namen 2013 das Modell i3 lanciert werden soll. Bislang firmierte der elektrisch betriebene Kleinwagen unter dem Namen „Megacity Vehikle“. Später soll dann der Sportwagen i8 auf den Markt kommen. Dazwischen ist reichlich Platz für eine breite Modellpalette.

Der i3 soll im Werk in Leipzig gebaut werden, wofür eine Investition von rund 400 Millionen Euro nötig sein wird. Jobprognose: 800 neue Arbeitsplätze.

Die Karosserie soll aus Kohlefaser-Verbundstoffen gefertigt werden. Durch das sehr leichte Material soll die Reichweite des Fahrzeugs optimiert werden. Einziges Problem sind die Kosten. Carbon kostet rund 10- bis 15-mal so viel wie Stahl. Wie BMW, respektive „i“ dieses Problem lösen will, ist noch offen. Klar ist, dass mit der Zeit der Preis sinken wird, da mehr produziert und in diese Richtung geforscht wird. Bis ein spürbarer Effekt eintritt muss BMW draufzahlen oder die Kosten an den Kunden weitergeben. So leicht das Auto auch sein mag, sollte es mehr als 35.000 Euro kosten (und selbst dieser Preis ist schon eine ambitionierte Ansage), dürfte es trotzdem wie Blei in den Schauräumen stehen bleiben.

Mit „i“ geht BMW aber noch einen Schritt weiter. Zusätzlich zu der Autoproduktion wurde die Beteiligungsfirma „BMW i Ventures“ gegründet und mit rund 100 Millionen Dollar bestückt. Das Unternehmen soll Firmen ausfindig machen, die in Sachen Elektroantrieb (Werkstoffe, Software, Produktionsmöglichkeiten…) heiße Eisen im Feuer haben und sich daran beteiligen.

Beteiligt ist man bereits an „My City Way“ ein New Yorker IT-Unternehmen, das in 40 Städten in den USA Informationen zu öffentlichen Verkehrsmitteln und Parkplätzen anbietet. Weitere Städte und Länder sollen folgen. Schon 2009 hat BMW mit SGL Carbon ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet, das sich um die Produktion von Leichtbaumaterialien kümmert.

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