Hyundai Santa Fe Seitenansicht
In New York hat Hyundai den neuen Santa Fe vorgestellt.
 

Der Hyundai ohne „i“

Auf der Autoshow in New York zeigt Hyundai den neuen Santa Fe.

06.04.2012 radical mag

In Europa ist Hyundai auf der Erfolgsstraße, der Marktanteil liegt derzeit bei 3,3 Prozent, nachdem er im vergangenen Jahr noch bei 2,9 Prozent gelegen hatte. Mit über 400.000 verkauften Autos hat Hyundai 2011 einen neuen Rekord geschafft, heuer sollen es über 450.000 Stück werden. 2013 will man die halbe Million knacken. Und irgendwann auch fünf Prozent Marktanteil haben. So bald wie möglich. Denn die europäische Hyundai-Vertretung mag nicht mehr länger hinter ihren amerikanischen Kollegen zurückstehen, die dieses Ziel 2011 erstmals geschafft hatten.

Ab Herbst kriegt die schon sehr jugendliche Hyundai-Familie weiteren Zuwachs. Auf der New York Auto Show (noch bis am 15. April) zeigten die Koreaner den neuen Hyundai Santa Fe. Ihre x-te Neuheit nach: Veloster, Genesis Coupé, i20-Facelift, i30, i30 Kombi und Hyundai i40.

Die dritte Generation des Santa Fe wird auch weiterhin Santa Fe heißen. Obwohl alle anderen Hyundai-Modelle mit „i“ oder „ix“ beginnen. In Umfragen hat Hyundai herausgefunden, dass der Santa Fe das bekannteste Hyundai-Modell ist. Deshalb wolle man für einmal inkonsequent sein. Dass der neue Sante Fe eigentlich Santa Fe Sports heißt, wenn er dann nach Europa kommt, das muss uns nicht weiter kümmern, denn in den USA gibt es noch eine verlängerte Variante, die dann nur Santa Fe heißt, aber halt eben nicht in unsere Breitengrade geliefert werden wird.

Der Santa Fe kam im Jahr 2000 erstmals auf den Markt, seither wurden 2,56 Millionen Stück verkauft, davon 350.000 in Europa.

Hyundai Santa Fe Front

Das ist so schlecht nicht, und das neue Modell soll das noch besser machen. Fünf Prozent Marktanteil sind im SUV-Segment geplant. Die Voraussetzungen scheinen gegeben. Er sieht ganz flott aus. Das Design ist eine Abwandlung des gerade aktuellen Hyundai-Trends namens „fluidic sculpture“ und hört intern auf den Namen „storm edge“.

Der Radstand bleibt mit 2,7 Metern gleich wie bisher. Doch der neue Hyundai Santa Fe ist länger (jetzt 4,69 Meter), breiter (jetzt 1,88 Meter) und flacher (jetzt 1,68 Meter) als sein Vorgänger. Die zusätzlichen Millimeter kommen den Passagieren zugute. Wer vorne sitzt, hat 38 Millimeter mehr Platz, in der zweiten Reihe gibt es 45 zusätzliche Millimeter. Und der Kofferraum wächst auf 534 Liter.

Hyundai Santa Fe Innenansicht

Auch sonst haben die Koreaner innen keinen Stein mehr auf dem anderen gelassen, wir können sie dafür gar nicht genug loben, die Fortschritte beim Innenraum-Design sind frappierend, die verbauten Materialien viel edler, Ergonomie und Haptik auf einem hohen Niveau.

Als Motorisierungen werden ein 2,4-Liter-Benziner mit 193 PS, ein 2-Liter-Diesel mit 150 PS (der die Euro-6-Norm erfüllt) sowie ein 2,2-Liter-Diesel mit 200 PS zur Verfügung stehen. Erstaunlicherweise ist der stärkere Diesel sparsamer – zumindest auf dem Papier. Die nur frontgetriebene Variante soll nur 145 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen. Das darf als vorbildlich gelten, denn der neue Santa Fe ist doch ein stattliches Fahrzeug.

Wie schwer er ist, wollten uns die Koreaner nicht verraten, aber man habe ein paar Kilogramm gegenüber dem Vorgänger einsparen können, heißt es. Und das, obwohl jetzt alle Modell-Varianten mindestens sieben Airbags serienmäßig haben. Dazu kommen alle Arten an Assi-Systemen. Sogar den Härtegrad der Lenkung kann man einstellen. „Flex Steer“ heißt das. Den kleinen, europäischen Hyundai Santa Fe gibt es als Fünf- und Siebensitzer sowie mit Allrad- oder Frontantrieb.

Es ist anzunehmen, dass sich auch der neue Hyundai Santa Fe gut verkaufen wird, die SUV befinden sich ja weiterhin im Trend und Hyundai ist längst nicht mehr der koreanische Underdog. Die Preise sind selbstverständlich noch nicht bekannt. Billiger als der Vorgänger wird er wahrscheinlich nicht werden, aber die Konkurrenz wird große Augen machen.

Vielen Dank an die Kollegen von www.radical-mag.com

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