1/7
Hyundai N 2025 Vision
 

Die Zukunft aus Korea: Hyundai N

Auf der IAA Frankfurt 2015 wird es erstmals einen Blick auf die neukreierte Untermarke aus dem Hause Hyundai geben. Der Name: N.

28.08.2015 radical mag

Hyundai ist bieder? Das war mal. Damals, als man noch Mazda-Modelle in Lizenz baute, lahme Mitsubishi-Motörchen verbaute. Seit geraumer Zeit ist Hyundai durchaus angesagt. Und optisch durchaus ansprechend. Nur eines hatten die wenigsten Autos aus Korea: Power. Das soll sich nun ändern. An der IAA in Frankfurt zeigt Hyundai einen Ausblick auf die neue Marke. «N» heißt sie, und ja, es hätte sicher bessere Bezeichnungen gegeben. Aber «M» war halt schon besetzt… Auch wenn es der etwas lustlose Name nicht erahnen lässt, Hyundai ist es ernst beim Thema Sport. Das zeigt sich auch beim Engagement in der Rallye-WM. Die Autos die in der WRC antreten sind wirklich sexy, und vor allem erfolgreich.

Hyundai N 2025 Vision und RM 15

Und genau aus diesem Umfeld soll das technische Rüstzeug für die neue Untermarke kommen. Zwar nennt man bei den Koreanern noch keine Details, aber der N 2025 Vision soll einen Vorgeschmack auf das bieten, was man sich bei Hyundai als Sportwagen so vorstellt. Und es wird ein zweiten, deutlich seriennäheres Konzeptauto an der Messe geben: den RM 15. Dieses soll über einen Zweilitermotor mit 300 PS verfügen. Das mag angesichts der PS-Schlacht der europäischen Hersteller eher bescheiden wirken. Für koreanische Verhältnisse ist das aber: Wow!

Hyundai-Vision-(2)
© Bild: Werk

Es braucht schon viel Mut

Gut möglich, dass man in Korea auch gar nicht sooo viel Freude daran hat, aber die Europäer mal machen lässt. Denn die Entwicklung der «N»-Modelle dürfte fast komplett in Deutschland stattfinden. In einem großen Komplex nahe Frankfurt, wo auch die Rallyeabteilung von Hyundai zu Hause ist. Ob allerdings das RM15 Concept jemals in Serie geht, wagen wir zu bezweifeln. Denn einen Mittelmotorsportler anzubieten finden wir für eine Marke mit noch wenig Rennsport-Ruhm doch – ziemlich mutig.

Nur Wunschdenken?

Und weil die Lancierung der Marke «N» mit der Vorstellung des World Rallye Car für 2016 einher geht wäre es schön, wenn das erste «N»-Modell wie das künftige Rallyeauto ein Hyundai i20 sein dürfte. Doch das scheint nur Wunschdenken zu sein, denn um den Nürburgring wurde bereits ein «böser» i30 gesichtet. Das finden wir nicht so prickelnd, schließlich sollte man eine neue Sportmarke nicht mit einer Pimp-Version eines «alten» Wagens beginnen. Davon kann zum Beispiel Nissan (Nismo) ein Lied singen. Wir sind gespannt, wie man bei Hyundai die Rennsport-Aktivitäten in bare Münze umzusetzen versucht. Interessant dürften die Autos mit dem Zusatz «N» allemal werden. Ob sie dann auch sexy und begehrt sind, steht auf einem anderen Blatt.

Besten Dank an die Kollegen von radical-mag.com

pixel