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Hyundai Ioniq – Dreifacher Axel

Die Elektrifizierung wird vorangetrieben: Der Hyundai Ioniq wird gleich drei verschiedene Antriebskonzepte haben.

30.01.2016 Online Redaktion

Es wird wohl nicht das Design sein, weshalb man den neuen Koreaner sein eigen nennen möchte. Die USP des Koreaner ist, dass es ihn gleich dreifach gibt, einmal als E-Auto, einmal als Plug-in-Hybrid, einmal als Hybrid. Nun ja, der Kunde kann davon ja nicht profitieren, er wird ja wohl kaum mehr als ein Stück des Ioniq kaufen, also ist das am lautesten propagierte Verkaufsargument dann halt doch wieder keins. Hyundai sagt aber, der Ioniq sei das erste Fahrzeug, das ganz speziell und ausschließlich für die Bedürfnisse eines E-Autos, eines Plug-in-Hybrid und eines Hybrid konstruiert worden. Naja, das haben wir schon so oft gehört, dass wir es gar nicht mehr hören mögen, und überhaupt: auch das ist ja wieder nur ein Kompromiss. Das ist in etwa so wie ein Lamborghini Miura, den es auch noch als Kombi sowie als SUV gibt. Sicher ist: Benziner oder Diesel wird es nicht geben, Hyundai läutet das elektrische oder zumindest elektrifizierte Zeitalter ein.

Der Hyundai Ioniq wurde für 3 alternative Antriebskonzepte entwickelt

Den reinen Elektriker wird es irgendwann geben. Auch der Plug-in-Hybrid kommt dann wohl – später. Bleibt der Vollhybrid, von dem man auch nicht weiß, wann er kommt, aber er kommt sicher als erstes Ioniq-Modell auf den Markt; seine Weltpremiere soll er auf dem Genfer Salon Anfang März erleben. Angetrieben von einem neu entwickelten 1,6-Liter mit 102 PS sowie der Elektromaschine, die auch noch einmal 44 PS beisteuern kann. Macht dann insgesamt 152 PS. Also, zumindest nach Rechnung von Hyundai; die Koreaner behaupten ja aber auch, beim Benziner einen Wirkungsgrad von 40 Prozent zu erreichen, also deutlich mehr als bei jedem Diesel. Geschaltet wird nicht über das sonst bei Hybriden gern verwendete Strumpfband, sondern über ein 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe.

Besten Dank an die Kollegen von radical-mag.com

  • Marko Weiß

    Warum ist der Bericht so negativ gefärbt? Weil das Auto unter 300PS hat?

  • Marcus

    Sehr interessant, der Hyundai Ioniq Hybrid!
    Normalerweise liegen Benziner bei etwa 34 – 35% Wirkungsgrad. Der Prius III (2010 – 2015) hat mit seinem Atkinson-Benziner 38,5% erreicht (und ZUSÄTZLICH noch den zurückgewonnen Strom wiederverwendet). Nachdem der 2,0TFSI ultra Motor von Audi (Miller Prinzip ähnlich Atkinson) angeblich genauso die 40% Wirkungsgrad knackt, wie der neue Prius IV (ab 2016), sind die 40% schon plausibel. [Diesel kommen heute auf 40 – 41 %, lassen sich aber schlecht im Verbund mit E-Maschine verbrauchsschonend kombinieren.]
    In einem durchschnittlichen Streckenprofil (2/3 Überland, 1/3 Stadt) bewirkt die Kraft aus der zurückgewonnenen Energie (Bremsen, simulierte Motorbremswirkung beim Rollen, Bergabfahren), dass noch weniger Kraftstoff verbraucht wird. Daraus errechnet sich ein de-facto-Wirkungsgrad, der schon beim Prius III bei 45% lag. Der neue Prius 4 (und vermutlich auch der Hyundai Ioniq) liegen sogar noch höher kommen damit auf Normwerte von 3,0L oder 70 g CO2/km – der Realverbrauch dürfte bei 4,1L liegen. Schön auch, dass sie (Benziner-typisch) sehr geringe NOx-Werte haben.

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