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Hyundai i30, quasi ein Einstiegskombi

Der Hyundai i30 Kombi mit 110 PS bietet von allem etwas. Wer mehr sucht, wird zu einem stärkeren Modell greifen, aber wie macht sich der Einstiegskombi?

21.12.2015 Press Inform

Der Hyundai i30 Kombi blue 1.6 CRDi ist ein Auto für Menschen die in ihrem Fahrzeug auch mal ein bisschen mehr transportieren wollen, als einen Wochenendeinkauf. Es braucht Ladevolumen. Und es braucht geringen Verbrauch, dann lockt man Pendler, Außendienstler und Co an. 3,9 Liter Dieselverbrauch auf 100 Kilometern stehen da dann.

Platz im Hyundai i30 Kombi

Von außen ist er ohne Zweifel schick und zeitgemäß. Im Innenraum herrscht ein juveniles Flair mit guter Verarbeitung. Das Raumangebot in der ersten Reihe wird hochgewachsenen Fahrern zur Freude verleiten, da der Scheitelansatz weit genug entfernt vom Dachhimmel verbleibt. Hinter solch großen Fahrern erfreuen sich zudem nicht nur Kinder, sondern auch normalgewachsene Erwachsene einer ausreichenden Beinfreiheit.

Hyundai-i30-Kombi-(103)
© Bild: Werk

Was überrascht und was enttäuscht

Angenehm und nicht alltäglich ist die Möglichkeit im i30 selbst den Beifahrersitz in seiner Höhe zu verstellen. Dass die Sitzpositionen der beiden Frontsitze nur manuell eingestellt werden können, ist kein Problem. Problematisch wird es für Smartphonebesitzer, die meinen, dank der USB-Buchse im Cockpit ihr Handy laden zu können. Die Leistungsabgabe der Buchse reicht leider nur knapp für den Akkustanderhalt bei gleichzeitiger Nutzung. Nicht mehr aber auch nicht weniger. Ein Adapter ist weiterhin sinnvoll. Das Kofferraumvolumen bietet mit seinen 528 Litern entweder Platz für ein Kinderfahrrad oder sechs Wasserkisten. Wer stapelt, kann das Dutzend voll machen. Bis zu 1.642 Liter passen ins Heck, sollten die drei potenziellen Sitzgelegenheiten im Fond nicht genutzt und umgeklappt werden. Der einzig limitierende Faktor ist die maximale Zuladung, die ausstattungsbedingt auch schon mal nur 376 Kilogramm betragen kann.

Hyundai-i30-Kombi-(110)
© Bild: Werk

Schaltung, Fahrprogramme und Preis

Doch nicht nur aus Platzgründen, sondern auch mit Hinblick auf die zur Verfügung stehenden 110 PS, sollte auf eine volle Beladung eher verzichtet werden. Im leeren Zustand schafft der 1,6 Liter große Vierzylinder-Dieselmotor mit 280 Newtonmetern Drehmoment eine Sprintzeit von 11,5 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 188 Kilometern pro Stunde. Letztere wird jedoch überraschend leicht erreicht. Das manuelle Sechsganggetriebe lässt sich leicht und ruckelfrei bedienen. Lediglich beim Anfahren flutscht das eine oder andere Mal der Schalthebel zu leicht gefühlt ein paar Millimeter zu weit nach rechts, so dass der dritte anstatt des ersten Gangs anliegt. Wer im Umkehrschluss versucht den ersten Gang mit einem stärkeren Ruck nach links einzulegen, findet sich wiederum schnell im Rückwärtsgang wieder. Während der Fahrt sollte zudem auf die Schaltpunktanzeige weniger Rücksicht genommen werden, da sich ansonsten die Fahrtzeit mangels Spritzigkeit locker verdoppelt. Die elektrische Servolenkung hingegen bietet einen angenehmen Kontrastpunkt. Sie lässt sich in drei verschiedenen Modi nutzen, wobei die Comfort- und die Sport-Einstellung die natürlichsten sind. Die Normalstellung fühlt sich ein wenig zu synthetisch an. Der Preis für den Hyundai i30 Kombi in der 110-PS-Version beginnt bei 22.790 Euro und kann je nach Ausstattungsvariante und Aufpreisliste die 26.000-Euro-Marke überschreiten.

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