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Spieltrieb – Husqvarna-Konzepte

Wieder einmal Zeit für etwas Zweirädriges. Nach dem Verkauf von Husqvarna von BMW an KTM hat man den ehemaligen Schweden nicht mehr viel zugetraut. Welch Irrtum.

23.11.2015 radical mag

Was in der Automobilindustrie das Salz in der Suppe, ist auch bei den Zweiradfans eine Freude – die Kleinhersteller. Dazu gehört auch Husqvarna. Ja, die Marke kennt Frauvor allem als Nähmaschine und Mann als Gartengerätehersteller. Aber, die Jungs aus Schweden haben immer auch tolle Motorräder gebaut, vor allem im Offroadsektor. Und, man war sehr sehr erfolgreich. Allerdings hatte man wirtschaftlich schwere Zeiten. So mussten die Mannen der Traditionsmarke öfters den Umzugswagen beladen als neue Bikes zeichnen. Erst ging es von Schweden nach Italien (zum Cagiva-Konzern, allerdings wollten das einige Ingenieure nicht und gründeten die Marke Husaberg), dann weiter nach München zum BMW und nun nach Mattighofen zu Kronreif und Trunkenpolz, also KTM.

Und dort würde KTM-Chef Pierer der Marke den Hahn abdrehen, munkelte man. Weit gefehlt, die Wander-Schweden geben wieder Vollgas, wie die neusten Konzeptbikes beweisen. Die 401 Svartpilen (schwarzer Pfeil) zum Beispiel, eine Mischung aus Offroader, Coffeeracer und Monobike, mit wundervollen Details. Und, auch mit reinen Straßenbikes möchte man die Konkurrenz etwas aufmischen (in der Bildergalerie gibts Bilder zu den 401, zur 701 Vitpilen und zur Geschichte der Marke).

Von der 401 gibt es gleich zwei Versionen, das reine Straßenbike und das wunderbare Teil mit Stollenreifen. Es soll an die legendären Rennsporterfolge erinnern, die Husqvarna errungen hat. Denn die Marke hat Tradition, gegründet wurde sie bereits 1903! Mit den Bikes aus Schweden wurden mehrere Motocross-Weltmeistertitel eingefahren und auch im Endurosport stehen einige Six-Days-Erfolge zu Buche. Aber, die Tendenz ist nicht neu, das Fahren im Gelände hat seine Boom-Jahre hinter sich. Wohl auch deshalb setzt Husqvarna nun vermehrt auf Straßenmotorräder.

Zur Technik der neuen Modelle ist noch nicht viel bekannt. Als Antrieb soll das Treibwerk aus der KTM 390 dienen, also ein wassergekühlter Einzylinder der um die 50 PS leistet. Und ja, offenbar plant man, die Bikes 2017 ziemlich genau so auf die Straße zu bringen. Das wäre ein Paukenschlag gegen die Konkurrenz wie etwa die Ducati Scrambler.

husqvarna.at

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