Hubt den Raum

Die Krux mit dem Diesel und dem europäischen Markt. Jetzt soll mehr Power das Problem beheben.

18.06.2010 Online Redaktion

Ab Herbst wird der 3,6-Liter V8-Diesel im Range Rover durch eine 4,4-Liter-Version ersetzt. Der neue Motor leistet 313 PS und 700 Newtonmeter und überbietet die bisherig Version damit um 41 PS und 60 Newtonmeter. Gleichzeitig soll der Durchschnittsverbrauch von 11,1 auf 9,4 Liter gesenkt worden sein. Auch das Terrain Response System wurde erweitert. Berganfahrassistent und Gefälle-Beschleunigungssteuerung sind jetzt mit an Bord. Der genaue Preis steht noch nicht fest, Land Rover geht aber von einem, um drei Prozent höheren Einstiegspreis aus – das wären rund 104.000 Euro.

Dass der neue Dieselmotor ausschließlich für den Range Rover vorgesehen ist (und auch nur für den europäischen Markt), hat seine Gründe. Für den Discovery, sowie den Range Rover Sport gibt es bereits zwei Dieselmotoren zur Auswahl. Eine Adaptierung des neuen 4,4-Liter Motors sei aus Platzgründen bei diesen Modellen nur schwer möglich, gibt Land Rover zu Protokoll und weiters sehr kostspielig, kann der Satz ergänzt werden. Land Rover macht seine Stückzahlen nun mal nicht auf dem europäischen Dieselmarkt, sondern in arabischen und asiatische Staaten, sowie den USA, wo eher Benzinmotoren, also die Supercharged-Modelle, gefragt sind.

In Österreich muss sich der Range Rover mit rund 120 verkauften Exemplaren pro Jahr mit Rang vier in der Land Rover Palette begnügen. Freelander (400 bis 450), Range Rover Sport (250) und Discovery (200) verkaufen sich besser. Ob der große Dieselmotor daran etwas ändert darf bezweifelt werden.

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