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Testbericht: Honda Civic Type R Championship White Edition

Einmal Rennweiß mit LSD, bitte!

01.10.2009 Autorevue Magazin

Die Farbe für das R-Type-Sondermodell ist nicht irgendeine: Von Weiß denken die Japaner, dass es Glück bringt, und Honda lackiert deshalb gerne seine Rennwagen weiß, und zwar in einem speziellen Weiß, das sie Championship White nennen. Das erklärt nun den Namen dieses Civic Type R, bei dem das Glücksbeschwören so weit geht, dass auch die 18-Zoll-Felgen ganz in Weiß gehalten sind (keine Alternativen möglich). Das ist theoretisch ein netter Akzent, allerdings verklebt sich das Glücksweiß schon nach ein paar Kilometern auf der Straße zu einem eher unansehnlichen Grauslichgrau und erfordert fürderhin entweder großen Gleichmut oder hohe Putzbereitschaft.

Leistung bietet die Sonderweiß-Edition die gleiche wie der normale R: 201 PS. Man muss den Zweilitersauger hoch drehen, um die vollen 193 Nm Drehmoment ausschöpfen zu können. Um die Kraft besser auf die Straße zu bringen, hat Honda beim Sonder-R (und nur bei diesem) an der Vorderachse ein Sperrdiff (das LSD, also Limited Slip Differential) eingebaut, das beim harten Einlenken in die Kurve den Schlupf des Innenrades begrenzt und damit höhere Kurvengeschwindigkeiten erlaubt.

Die Championship White Edition kostet gegenüber dem normalen Type R 760 Euro Aufpreis. Für den laufenden Betrieb sollte man erhöhte Waschkosten und mehr Spritverbrauch einrechnen, wenn man am LSD einen Narren gefressen hat. Beim hohen Fräsen mag wohl viel Sprit draufgehen, der Alltag geht freilich zahmer, in unserem Fall mit einem wohltemperierten Schnitt von 9,5 Liter.

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