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Henrik Fisker Thunderbolt: Das stille Ende

Henrik Fisker wird seinen Thunderbolt nicht in Serie bauen. Dafür verzichtet Aston Martin auf eine Klage. Überblick über das Ende eines Supersportlers.

14.04.2015 Online Redaktion

Henrik Fisker hatte sich das mit dem Thunderbolt eher traditionell und hemdsärmelig vorgestellt. Auf Basis des Aston Martin Vanquish entwarf er dieses Einzelstück und präsentierte es Mitte März auf dem Concours d’Elegance. Sollten sich dort ein paar Interessenten für das Einzelstück melden, werde er eine Kleinserien-Produktion in Betracht ziehen. So sein Plan. Für Fisker muss diese Arbeit ein Ausflug in vergangene, edle Tage gewesen sein. Schließlich hatte er der James-Bond-Marke den DB9 und den V8 Vantage entworfen.

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© Bild: Henrik Fisker

Der Henrik Fisker Thunderbolt

Das Auto ist – auf die Gefahr hin, Henrik Fisker damit zu nahe zu treten – eine modernisierte Variante des Vanquish. Eh toll, aber eben auch nicht mehr. Die Karosserie liegt 15 Millimeter tiefer und vorne wie hinten verraten einige Details, dass Fisker seine Hände im Spiel hatten. Dreieckige Lufteinlässe beispielsweise, eine größere Heckscheibe samt Glasdach und durchlaufende LED-Streifen als Rücklichter. Genau genommen könnte es ein Facelift oder Sondermodell sein.

Innen distanziert sich der Thunderbolt deutlicher vom Aston Martin Vanquish. Panasonic entwickelte die Infotainment-Technik, die Zeit zeigt eine analoge Lacroix-Uhr an, die Lage der Bedienelemente wurde geändert und wer auf einem der Einzelsitze im Fond Platz nimmt, findet zwei Flaschen Champagner in der Mittelkonsole.

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© Bild: Henrik Fisker

Aston Martin Vanquish als Vorlage

Zwar verdient Henrik Fisker mit Umbauten von unter anderem Aston Martin sein Geld (er verkauft Teile von Galpin Auto Sports), doch ging der englischen Marke der Thunderbolt eindeutig zu weit. Eine Klage musste her. Doch zum äußersten kam es nicht. Die beiden Parteien einigten sich außergerichtlich. Henrik Fisker baut den Thunderbolt nicht, dafür zieht Aston Martin die Klage zurück.

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