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Heizen statt hetzen

Eben haben sie den Neuen vorgestellt: nicht am Wörthersee, sondern am Nürburgring. Das war denn auch stimmiger.

14.05.2010 Autorevue Magazin

180 PS für ein kleines 1.200-Kilo-Zwetschkerl. Muss man mehr sagen? Ja. Denn: Der neue Polo GTI liegt satt und gelassen am Belag, auch wenn’s gegen 200 geht. Keine Spur von Hysterie aufgrund Übermotorisierung. Somit ist der GTI das auch nicht – übermotorisiert. Es ist alles genau richtig.

Bad News für alle Konsis: Es gibt den Polo GTI nicht mehr mit Handschaltung. Das heißen wir aber gut. Statt uns selbst sortiert ein Doppelkupplungsgetriebe die Gänge, deren sieben vorhanden sind. Wer selbst die Oberhoheit – oder was er dafür hält – behalten will, kann ja die Paddles am Lenkrad verwenden, aber eines gleich vorweg: Besser als das DSG wird es kaum jemand machen.

Großes Thema Kurvendynamik. Es macht wirklich Spaß, den Gnom im Spannungsfeld von Längs- und Querbeschleunigung zu bewegen. Die Stoßdämpfer sind straff konzipiert, das Fahrwerk liegt insgesamt um 15 Millimeter tiefer als beim normalen Polo, Niederquerschnittreifen tun ein Übriges. ESP kommt zum Einsatz, auch das XDS aus dem Golf GTI: elektronisches Querdifferential. Es verhindert das Durchdrehen des kurveninneren Rades mittels Bremseingriff und verbessert so das Handling bei ernstgemeintem Einlenken.

VW nennt 5,9 Liter als Durchschnittsverbrauch. Wem das tatsächlich gelingen sollte, der wird nicht viel Freude mit dem Polo haben. Sagen wir mal: Bei neun Litern dürfte es so richtig lustig zugehen.

Zu haben ist der Neue ab Juli und ab 22.950 Euro für den Zweitürer.

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