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Im März 2012 ist es soweit.
 

Hast du abgenommen?

Der neue Mercedes SL bekam eine Aluminium-Diät.

15.12.2011 Online Redaktion

Viel Zeit für Sentimentalitäten blieb nicht. Am 30. November lief der letzte Mercedes SL der aktuellen Generation vom Band – Nummer 165.000. Das gute Teil stand noch nicht im Werksmuseum (2012 steht das Jubiläum „60 Jahre SL“ an, da braucht es historisch angehauchte Exponate), da feierte Dieter Zetsche, Vorstands­vorsitzer der Daimler AG, schon die nächste Generation.

Im März soll es so weit sein. Und der kommende SL hat den größten Schwachpunkt des aktuellen entschärft. Er ist leichter geworden. Denn unter 1825 Kilogramm rollte ein SL nicht vom Band. In der Basisausstattung wohlgemerkt.

Zum ersten Mal hat Mercedes für die Großserie nun ­einen Vollaluminium-Rohbau entwickelt, der gleich mal 110 Kilogramm leichter ist als die Stahlvariante des Vorgängers. Dazu kommen weitere Leichtbaumaßnahmen. So ist die ­Abdeckung hinter dem Tank aus Magnesium. Lediglich
in die A-Säule mussten aus ­Sicherheitsgründen Stahlrohre eingebaut werden.

In Summe wiegt ein neuer SL mit V6-Motor jetzt 140 Kilo weniger als sein Vorgänger, der V8 ist um 125 Kilo leichter. Und das, obwohl der SL in Breite (+ 57 Millimeter) und Länge (+ 50 Millimeter) wuchs.

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Apropos Motoren: Auch da gibt es Neuigkeiten. Im SL 500 werden aus 4663 Kubikzentimetern (– 0,8 Liter) jetzt 435 PS (plus 47 PS) und 700 Newtonmeter (+ 170 Nm) gekitzelt. Beim V6 reichte den Ingenieuren Kosmetik. Die Leistung bleibt mit 306 PS und 370 Newtonmetern nahezu identisch, dafür konnte der Verbrauch um 30 Prozent auf 6,8 Liter gesenkt werden. Obligat: Start-Stopp-System und Siebengangautomatik.

Fahrwerkstechnisch hat der Kunde die Wahl zwischen zwei Versionen. Serienmäßig steht der SL auf einer semiaktiven Verstelldämpfung. Soll heißen: Je nach Fahrsituation wird die Dämpfkraft an jedem Rad dem Straßen- und Fahrzustand stufenlos angepasst. Über einen Schalter wählt der Fahrer zwischen einer sportlichen und komfortablen Grundeinstellung des Dämpfungssystems aus.

Gegen Aufpreis gibt es das aktive Federungssystem ABC (Active Body Control). Hier besteht die Wahlmöglichkeit zwischen zwei Höhen-Niveaus des Fahrwerks. Bei hohen Geschwindigkeiten senkt es sich automatisch wieder ab.. Elektrohydraulisch gesteuerte, aktive Stahlfedern versuchen Wank- und Nickbewegungen wegzuschlucken. Im neuen SL wurde außerdem die Schere zwischen den Einstellungen „Komfort“ und „Sport“ weiter geöffnet.

Beim Dach möchte Mercedes mit der Magic Sky Control punkten – ein Panorama-Glasdach, dessen Lichtdurchlässigkeit sich auf Knopfdruck verändert. Ein anderer Knopf ­faltet das Blech in weniger als 20 Sekunden in den Kofferraum. Für ein würdiges Frischluft-Jubiläum.

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