Peugeot 107 Symbolbild China
Günstig, aber noch zu teuer: Peugeot 107
 

Günstige Franzosen

Auch der PSA-Konzern plant eine Billigmarke.

26.03.2011 Online Redaktion

Die Debatte ging mit Volkswagen los, die im Januar ankündigten eine Billigmarke für den chinesischen Markt zu gründen. Für ausländische Hersteller ist das mittlerweile zur Pflicht geworden. Die chinesische Regierung befürchtet, dass die Autohersteller nur für den Profit in China und für China produzieren würden (no na…?!) und kein Wissenstransfer stattfinden würde. Sollten die ausländischen Hersteller wieder gehen, stünden die Volksrepublik mit leeren Händen da.

Baut ein ausländischer Hersteller jetzt eine Fabrik in China oder erhöht er signifikant seine Produktionszahlen, muss er eine lokale Automarke entwickeln. Das ist Stand der Dinge.

Mit dieser Vorgabe sieht sich jetzt auch der PSA-Konzern (Peugeot und Citroën) konfrontiert. Die Franzosen sitzt im chinesischen Chongqin und bauen in Kooperation mit dem dortigen Unternehmen Chang’an ab 2012 bis zu 200.000 Autos. Nebenbei: General Motors hat mit der Marke „Baojun“ bereits die entsprechenden Vorgaben erfüllt.

PSA will aber einen Schritt weiter gehen und die Billigmarke international vermarkten. Das würde sich allerdings nur rechnen, so Markenvorstand Jean-Marc Gales in der Auto, Motor und Sport, wenn die Vertriebskosten auf 15 Prozent sinken würden. Derzeit sind sie bei 30 Prozent. Erreicht werden soll diese Kostenreduktion durch Direktvertrieb über das Internet. Die Vorbilder seien Amazon, Ikea und der Gebrauchtwagenmarkt.

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