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Grün per Gesetz

Wieder ein Versprechen in die Zukunft, diesmal von Jaguar. Und öffentliche Gelder gibt es obendrein.

08.04.2010 Online Redaktion

Bei Jaguar hat man sich für einen Range-Extender entschieden, um den XJ einzugrünen. Den Antrieb der Studie (nein, auch hier kein Serienmodell) übernimmt ein 145 kW (197 PS) Elektromotor. Das verspricht jaguarwürdigen Vortrieb. Ist der Akku, der den Motor speist, leer, so wird er von einem 1,2-Liter Monoblock-Aluminium-Motor (56 Kilogramm) wieder geladen. Die theoretische Gesamtreichweite liegt bei 1000 Kilometer, der C02-Ausstoß bei 120 Gramm pro Kilometer (entspricht fünf Liter auf 100 Kilometern). Wie gesagt: alles theoretisch.

Der Range-Extender entstand in Zusammenarbeit mit Lotus, Mira und Caparo Vehicle und wurde bereits 2009 auf der IAA in Frankfurt präsentiert. Zylinderblock, -kopf und Abgaskrümmer sind in einem einzigen Gießkörper integriert, eine Zylinderkopfdichtung ist überflüssig. Der Dreizylinder (sechs Ventile) wurde auf zwei Betriebspunkte optimiert. So leistet er bei 1500 Umdrehungen 15 kW (20 PS), bei 3500 Touren liegen 35 kW (48 PS) an.

Jaguar arbeitet derzeit an vier Umweltinnovationen. Neben besagter Limo-Green stehen noch ein Energie-Rückgewinnungs-Getriebe für Premium-Hybrid-Fahrzeuge, ein Projekt zur Wiederverwendung von Aluminium-Bauteilen und die Entwicklung eines Diesel-Elektro-Antriebs in der Pipeline.

Das Unternehmen profitiert dabei von einem Beschluss der englischen Regierung, wonach die Ausgaben für Forschung und Entwicklung bis ins Jahr 2014 auf 2,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes anwachsen müssen. Jaguar arbeitet mit der „Advantage West Midlands“ (AWM) zusammen – eine regionale Entwicklungsbehörde (u.a. für die Gebiete Birmingham und Coventry), die für ihren Zuständigkeitsbereich am Regierungsbeschluss mitarbeiten soll. AWM stellt 20 Millionen Pfund aus öffentlichen Geldern zur Verfügung, mit denen ein Forschungsteam zwei Jahre lang finanziert wird. Deren Ergebnisse fließen direkt an Jaguar und Land Rover.

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