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Die neue GM-Chefin Mary Barra setzt sich für Qualitätssicherung ein.
 

GM ruft weitere 1,5 Millionen Autos zurück

Mit dem Rückruf in den USA reagiert General Motors auf die Kritik, einen Rückruf wegen defekter Zündschlösser über Jahre verschleppt zu haben.

17.03.2014 APA

General Motors beordert in den USA weitere gut 1,5 Millionen Wagen zurück in die Werkstätten. Damit reagiert der Opel-Mutterkonzern auf die Kritik, einen Rückruf wegen defekter Zündschlösser über Jahre verschleppt zu haben. „Ich habe unser Team angewiesen, die Bemühungen bei unseren laufenden Produktüberprüfungen zu verstärken“, erklärte GM-Chefin Mary Barra am Montag in Detroit. Sie versprach rasche Lösungen.

Mindestens 12 Unfalltote durch defekte Zündschlösser

Weltweit droht bei mehr als 1,6 Millionen Wagen des Herstellers der Zündschlüssel während der Fahrt in die „Aus“-Position zurückzuspringen. Das schaltet in der Regel nicht nur den Motor ab, sondern auch Servolenkung, Bremskraftverstärker und Airbags. Der Autobauer selbst bringt zwölf Unfalltote mit dem Defekt in Verbindung, Verbraucherschützer kommen auf weit höhere Zahlen.

Keine Opel-Fahrzeuge von den neuen Rückrufen betroffen

Die Detroiter starteten nun drei neue Rückrufe. Bei 1,18 Millionen Geländewagen können die Airbags und Gurtstraffer ausfallen. Bei 303.000 Transportern gibt es Materialprobleme am Armaturenbrett. Und bei knapp 64.000 Cadillac-Limousinen kann ein Kurzschluss im Motorraum zu einem Feuer führen. Opel-Fahrzeuge seien von den neuerlichen Rückrufen nicht betroffen, erklärte ein GM-Sprecher.

Vorläufiger Verkaufsstopp für aktuelle Modelle

Während die problematischen Zündschlösser ausschließlich in alten Modellen von 2003 bis 2007 steckten, müssen nun Wagen aus den Jahren 2008 bis 2014 in die Werkstatt. Für aktuelle Modelle gilt ein Verkaufsstopp, bis die Mängel behoben sind. GM schätzt, dass alle Rückrufe zusammengenommen das Unternehmen in diesem Quartal 300 Mio. Dollar (215 Mio. Euro) kosten werden.

GM-Chefin Barra versprach Aufklärung

Die seit Jahresbeginn an der GM-Spitze stehende Barra hat sich die Qualitätssicherung auf die Fahnen geschrieben. „Darum dreht es sich bei der heutigen GM“, betonte sie am Montag. Barra versprach Aufklärung darüber, warum der Rückruf bei den Zündschlössern so lange dauerte. „Wir schauen uns die internen Prozesse an und werden demnächst weitere Entwicklungen verkünden“, sagte sie.

 

  • Hans

    Es war GM, die Toyota vor 4 Jahren durch den Dreck gezogen haben. GM beschuldigte Toyota Autos mit Qualitätsmängel zu bauen. Später stellte sich allerdings heraus, dass viele Unfälle durch Fahrfehler zustande gekommen sind und Toyota keine Schuld trifft.

  • Ravenbird

    Lieber einen GM-Rückruf als einen kleinen Alu-Motor von VW. Der fliegt einem um die Ohren – im Winter, wenn es kalt ist und der Kunde partout nur Kurzstrecken fahren will – wenn geht, gleich beim Überholen.
    Macht nix, Schulterzucken bei VW – Kunde tot, VW gut.
    Mit mir schon lange nicht mehr…

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