Mary Barra und Karl-Thomas Neumann
Barra bezeichnet Opel als "lebenswichtigen Teil" des Konzerns.
 

Deutsche Opel-Mitarbeiter erhalten Kündigungsschutz bis Ende 2018

Modelle und Investitionszusagen für die Opel-Werke in Rüsselsheim, Eisenach und Kaiserslautern geben Hoffnung.

02.02.2014 APA

Der US-Autobauer General Motors (GM) gewährt Mitarbeitern seiner Tochter-Opel in Deutschland eine Verlängerung des Kündigungsschutzes, drei Werke sind von dieser Entscheidung betroffen. Für die Beschäftigten in Rüsselsheim, Eisenach und Kaiserslautern seien betriebsbedingte Kündigungen für weitere zwei Jahre bis Ende 2018 ausgeschlossen, sagte ein Opel-Sprecher am Wochenende. Darauf hätten sich Management und Betriebsrat geeinigt.

Modelle für Rüsselsheim, Eisenach und Kaiserslautern

Außerdem solle ein weiteres Modell einer anderen GM-Marke auf der Basis der Limousine Insignia in Rüsselsheim produziert werden. Dem Werk Eisenach ist auch in der nächsten Modellgeneration der Bau der Fahrzeuge Adam und Corsa zugesichert. Kaiserslautern erhält in der Komponentenfertigung ein „zusätzliches Standbein“. Nach Aussagen von Opel-Personalvorstand Ulrich Schumacher sei die Einigung für die Opelaner „ein wichtiger Schritt der Zukunftssicherung“. Gesamtbetriebsratsvorsitzender Wolfgang Schäfer-Klug ergänzte: „Die Verlängerung der Laufzeit des Vertrags sowie des Kündigungsschutzes geben den Beschäftigten die notwendige Sicherheit, damit wir auf der Basis des abgeschlossenen Tarifvertrags weiter erfolgreich zusammen für den Erfolg von Opel arbeiten können.“

Bochum soll bis Ende 2014 geschlossen werden

Das Autowerk in Bochum will Opel Ende 2014 schließen. Ursprünglich hätte die Fabrik mit mehr als 3.000 Beschäftigten zwei Jahre später dichtgemacht werden sollen. Opel entschied sich aber anders, weil die Beschäftigten – im Gegensatz zu anderen Standorten – einem mit der IG Metall ausgehandelten Sanierungsplan nicht zustimmten.

Barra bezeichnet Opel als „lebenswichtigen Teil“

Zuletzt hatte die neue GM-Chefin Mary Barra bei ihrem Antrittsbesuch in Deutschland Opel als „lebenswichtigen Teil“ des Konzerns gewürdigt. Das Unternehmen kämpft mit Opel mit ähnlichen Absatzproblemen und erwartet in Europa erst 2016 wieder schwarze Zahlen. Die Marke mit dem Blitz hatte im vergangenen Jahr erstmals seit 14 Jahren ihren Marktanteil erhöhen können.

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