Neo-GM-Chefin Mary Barra musste sich bereits für die Pannenserie verantworten.
 

GM muss für ausstehende Antworten zu Zündschlössern zahlen

Für jeden Tag, den General Motors einen Fragenkatalog der US-Verkehrssicherheitsbehörde unbeantwortet lässt, muss der Autobauer bis zu 7000 Dollar Strafe zahlen.

09.04.2014 APA

Weil General Motors einen Fragenkatalog zu seinen fehlerhaften Zündschlössern nicht rechtzeitig beantwortet hat, muss der Opel-Mutterkonzern nun Strafzahlungen leisten. Die von der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA gesetzte Frist war am 3. April abgelaufen. Für jeden Tag, den die vollständigen Antworten auf sich warten lassen, soll GM bis zu 7.000 Dollar (5.100 Euro) zahlen.

NHTSA ermahnte GM: Anfragen der Behörde dürfen nicht ignoriert werden

Der Chefjustiziar der Behörde, Kevin Vincent, ermahnte General Motors in einem am Dienstag veröffentlichten Brief: Dass der Autobauer inzwischen eine interne Untersuchung veranlasst habe, sei kein Grund, die Anfrage der Behörde in Teilen zu ignorieren.

Auch GM-Chefin Barra blieb Antworten schuldig

GM ruft weltweit 2,6 Millionen ältere Wagen in die Werkstätten zurück, die meisten davon in den USA. Der Zündschlüssel droht bei voller Fahrt in die „Aus“-Position zurückzuspringen, was auch Servolenkung, Bremskraftverstärker und Airbags abschaltet. Es kam zu mehreren tödlichen Unfällen. GM wird vorgeworfen, das Problem mehr als zehn Jahre lang ignoriert zu haben. Wegen des Vorfalls war GM-Chefin Mary Barra vor Kongressausschüsse zitiert worden. Es laufen zahlreiche Klagen von Unfallopfern und unzufriedenen Autobesitzern gegen den Konzern. Vorsichtshalber ruft GM weitere Fahrzeuge wegen anderer Defekte zurück. Insgesamt sollen weltweit 6,3 Millionen Wagen zur Reparatur, was nach Firmenschätzungen 750 Mio. Dollar kostet.

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  • Ravenbird

    Alle damals (und heute?) verantwortlichen Manager gehören lebenslang mit Berufsverbot belegt und ans Fließband ihrer eigenen Firmen gestellt – bis 67 1/2 !
    Aber erst NACHDEM sie ihre 20-jähre Haftstrafe abgesessen haben.
    Ich halte das für den größten Skandal in der Automobilgeschichte! Hunderte Tote klagen an – aber vielleicht waren das nur Menschen zweiter Klasse???
    Wieso geht hier nicht die Post ab? Weil die Manager viel Geld und gute Anwälte haben?
    Den VW-Konzern habe ich schon aus meiner Fahrzeugliste entfernt, jetzt ist auch GM dran.
    Wenn das so weiter geht, muß ich mir ein Pferd kaufen.

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