© Bild: Jeff Kowalsky / EPA / picturedesk.com
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GM beantragt auch in New York Schutz vor Klagen

Nachdem GM bereits vor Gerichten in Kalifornien und Südtexas Schutz vor Klagen von Geschädigten im Zündschloss-Skandal beantragt hatte, suchte der Autobauer auch vor einem New Yorker Insolvenzgericht um Aussetzung von Klagen an.

22.04.2014 APA

General Motors beantragte nun auch bei einem Insolvenzgericht in New York, vor Klagen mutmaßlich Geschädigter im Zusammenhang mit den Massenrückrufen wegen defekter Zündschlösser geschützt zu werden. Bereits vergangene Woche beantragte GM vor Gerichten in Südtexas und Kalifornien die Aussetzung von Klagen.

Geschädigte: „Neues“ Unternehmen GM müsse sich auch für Vorfälle vor der Insolvenz verantworten

Der Autohersteller ist der Ansicht, dass er für Vorfälle vor dem Jahr 2009, als das Unternehmen aus der Insolvenz kam, nicht belangt werden kann, weil sie inzwischen rechtlich ein neues Unternehmen sei. Ansprüche, die sich auf die Zeit vor 2009 bezögen, müssten daher an die Überbleibsel der alten GM gerichtet werden. Geschädigte forderten hingegen in einer neuen Sammelklage, dass sich das neue Unternehmen wegen der Schäden verantworten müsse und nicht durch das Insolvenzrecht geschützt werde. Sie werfen GM vor, in betrügerischer Absicht Informationen zu den Mängeln zurückgehalten zu haben.

GM präsentiert am Donnerstag Zahlen für abgelaufenes Quartal

Weder GM noch die Kläger waren zunächst für eine Stellungnahme zu erreichen. die Opel-Mutter legt am Donnerstag seine Geschäftszahlen für das abgelaufene Quartal vor. Investoren erhoffen sich dabei einen Einblick, wie teuer den Konzern die Rückrufe zu stehen kommen. Bei Unfällen, die durch die defekten Zündschlösser ausgelöst wurden, kamen mindestens 13 Menschen ums Leben. Bisher wurden 2,6 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten zurückgerufen. Seit Beginn der Rückrufaktion wurden Dutzende Klagen gegen GM eingereicht. Die US-Verkehrsaufsicht untersucht zudem, warum GM mit dem Rückruf wartete, obwohl die Probleme mit den Zündschlössern seit mehr als zehn Jahren bekannt waren.

Auch Continental drohen Probleme im Zusammenhang mit defekten Zündschlössern

In dem Rückruf-Skandal droht auch dem deutschen Autozulieferer Continental Ärger. In einer bei einem Bundesgericht eingereichten Klage wird die US-Tochter beschuldigt, von ihr für GM produzierte Airbags hätten nicht funktioniert, wenn sich die Zündung abschaltete. Das Unternehmen prüfe nun die Klage, sagte eine Sprecherin. Auch gegen andere Zulieferer wird geklagt.

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