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Genf-Senf 3: Augenweide

Nicht dass sie einen leichteren Job hätten als die angesprochenen Hostessen. Aber die Qualifikation ist geringer. Oder höher. Je nachdem.

04.03.2010 Online Redaktion

Falls ein falscher Eindruck entstanden ist: In Genf wird man nicht ausschließlich von mehrsprachigen, zukünftigen Managerinnen begrüßt, die sich das Studium finanzieren müssen. Es gibt da auch noch die andere Form der Hostesse, die Augenweide. Sie werden nicht nach Sprachen oder Benehmen aussortiert, sondern ausschließlich nach Optik. Das einzig multilinguale ist das Lächeln und der kurze Rock. Das wird überall verstanden.

Die Damen werden aus London, Paris, Mailand, New York und sonst wo eingeflogen – was allerdings nicht heißt, dass sie englisch, französisch oder italienisch könnten – und sind schmuckes Beiwerk für die Highlights des jeweiligen Herstellers.

Ihr Tag ist nicht weniger anstrengend, als der einer Hostesse: die Absätze sind höher und die Fragen blöder („Gehören sie zur Basisausstattung?“). Dafür gibt es mehr Pausen. Und einen Trick. Steht ein Auto auf einer rotierenden Plattform, kann die Augenweide einfach die Tür öffnen, neben der sie steht und sich, sobald sie vom Publikum weg rotiert ist, kurz ins Auto setzen, um die Füße zu entlasten.

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