Der Audi TT
Hightech-Display mit Grafikprozessor von Nvidia gibt's im neuen TT.
 

Autosalon Genf 2014: Hightech-Displays

Auf dem Genfer Autosalon 2014 stechen neben zahlreichen Neuvorstellungen und Premieren vor allem die innovativen Hightech-Displays ins Auge. Und zwar schon in den Kleinwagen.

05.03.2014 Press Inform

Beifahrer im neuen Audi TT werden nicht schlecht staunen, wenn sie sich gewohnheitsbedingt mit der Hand in die Mittelkonsole vortasten um dies oder das zu verstellen. Statt mit dem Finger auf dem Display, stecken sie mit demselben in einem der drei Lüftungsdüsen. Das Display ist im TT dem Fahrer vorenthalten. Wer ist nur auf diese Idee gekommen?

Der Audi TT

Der Audi TT

Hightech-Display mit Grafik-Prozessor von Nvidia

Während der Beifahrer flucht, freut sich der Bediener des griffigen Lederlenkrades über ein 12,3 Zoll großes Hightech-Display mit brillanter Auflösung von 1.440 x 540 Pixel. Hier kann der sportlich ambitionierte Chauffeur alle möglichen Informationen in den Sichtbereich des virtuellen Cockpits ziehen. In der klassischen Ansicht stehen Tacho und Drehzahlmesser im Vordergrund, im „Infotainment“-Modus sind die virtuellen Instrumente kleiner und eine Navigationskarte weist den rechten Weg. Im Hintergrund arbeitet ein Grafik-Prozessor aus der Tegra-3-Serie von Nvidia.

Volvo Concept Estate orientiert sich am Tesla S

Während der Audi TT überhaupt kein Display mehr in der Mittelkonsole hat, geht die sehenswerte Studie des Volvo Concept Estate gerade hier in die Vollen. Die traditionelle Anordnung von Schaltern und Reglern ist wie beim Tesla Model S einem einzigen großen, tabletartigen Touchscreen gewichen. „Die Grundidee ist, die Steuerelemente und Informationen vollkommen intuitiv und nutzerfreundlich anzuordnen“, erläutert Volvo-Chefdesigner Thomas Ingenlath, „alles befindet sich genau dort, wo man es erwartet. Das macht das Fahren noch angenehmer, effizienter und sicherer.“

Volvo Display

Volvo Display

Kooperation mit Apple

Der Touch Screen ersetzt abgesehen von Lautstärke, Warnblinker und Heckscheibenheizung alle Schalter und Regler. Das System ist dabei auf die digitale Instrumentenanzeige im Blickfeld des Fahrers abgestimmt. Als erstes Serienmodell wird der neue Volvo XC90 ab Ende des Jahres mit dem neuen Carplay-System ausgestattet sein. „Apple’s klare und intuitive Bedienung passt perfekt zu Volvos skandinavischem Designanspruch und unserem Anspruch auf fließende Funktionalität“, so Volvo-Chef Håkan Samuelsson.

Die Mercedes C-Klasse

Die Mercedes C-Klasse

iPhone auf dem Display

Carplay bedeutet die automatisierte Spiegelung des iPhone-Bildschirms auf einem Fahrzeugdisplay wie der neuen Mercedes C-Klasse oder eben dem neuen  Volvo XC90. Auf dem Fahrzeugbildschirm wird der Touch Screen des iPhone mit dem Basisfunktionen wie Telefon, Musik, Navigation und Nachrichten gespiegelt.

Die Mercedes C-Klasse

Die Mercedes C-Klasse

Nachholbedarf bei Autoherstellern

Hier herrscht für viele Autohersteller Nachholbedarf nachdem preiswerte Autos wie der noch junge Opel Adam für günstige Aufpreise nahezu frei bedienbare Großdisplays in die Einsteigerklasse gebracht haben, während sich gerade die Premiumklasse Ausstattungsdetails wie ein Bildschirmnavigationssystem noch mit über 3.500 Euro vergolden lässt. So viele kostet ein Top-Navigationssystem auch bei Innovationsführer BMW, der den Dreh-Drück-Steller einst hoffähig machte, Prügel bekam und längst perfektionierte.

Die Mercedes C-Klasse

Die Mercedes C-Klasse

Vernetztes Auto

Wie Carplay im Fahrzeug funktioniert, demonstriert Mercedes-Benz in einer neuen C-Klasse auf dem Genfer Automobilsalon. Google arbeitet ebenfalls an einem Incar-Infotainmentsystem, das Mercedes so schnell als möglich für Android-Jünger nachreichen will. Daimler-Entwicklungs-Vorstand Prof. Dr. Thomas Weber: „Wir bieten unseren Kunden ein rundum perfektes Incar-Infotainmentsystem. Mit den neuesten verfügbaren Technologien entwickeln wir das vernetzte Fahrzeug ständig weiter, damit jeder Mercedes-Benz Fahrer sein persönliches Smartphone komfortabel und sicher im Auto nutzen kann.“

Der Peugeot 108

Der Peugeot 108

Günstige Fahrzeugklassen mit Hightech-Displays

In Sachen Displays zeigen die kleinen, günstigen Fahrzeugklassen den Premiummobilen, dass sich gut und günstig problemlos unter einen automobilen Hut bringen lassen. Bestes Beispiel sind der neue Renault Twingo oder die Drillinge Toyota Aygo, Citroen C1 und Peugeot 108. So bietet der rund 10.000 Euro teure Einsteiger-Peugeot 108 einen sieben Zoll großen Touch Screen als Schnittstelle zwischen Fahrzeug und Fahrer, über die das Bord-Entertainment, Bordcomputer oder Fahrzeugeinstellungen bedient werden können.

Der Peugeot 108

Der Peugeot 108

Neues Fahrgefühl inklusive

Selbstverständlich sind praktische Apps und eine Bluetooth-Anbindung über das Spiegelbild des gekoppelten Smartphones. „Der Peugeot 108 ist als City Car seiner Zeit voraus. Zum einen ist er extrem kompakt, das ist quasi die Grundvoraussetzung. Doch zusätzlich eröffnet er dem Fahrer mit der Mirror-Screen-Technologie eine neue Dimension der Vernetzung und schafft ein völlig neues Fahrgefühl“, so Pascal Béziat, Projektleiter Peugeot 108.

Vielen Dank an die Kollegen von press-inform.com

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