Cadillac Escalade dynamisch vorne links
Das ist ein richtiges Auto – allerdings müssen wir das der Jugend erst noch beibringen.
 

Wir bleiben eine Autonation

Autotrader.com hat unter jungen Leuten eine Umfrage zum Thema Auto durchgeführt.

26.08.2013 Online Redaktion

Die gute Nachricht gleich vorweg: Wir Amerikaner bleiben eine Nation der Autofahrer. Auch wenn die heutigen Youngster nicht in dem Maße als Schlüssel zur Freiheit sehen, wie noch die Generation ihrer Eltern, so bleibt das Auto doch ein wichtiges Mittel, um mit der Umwelt in Verbindung zu bleiben. Das ist, unter anderem, die Erkenntnis, die aus einer neuen Studie der amerikanischen Gebrauchtwagen-Plattform autotrader.com hervorgeht. Darin wurden junge Menschen aus der sogenannten Generation Y (also Leute zwischen 16 und 32 Jahren) zu ihren Auto-Affinitäten gefragt.

Die Interessen der Generation Y: Ein Blick in die Zukunft

Die Ergebnisse sind zum Teil wenig überraschend. So kam etwa zu Tage, dass junge Leute weniger Scheu haben, neue Marken auszuprobieren und daher weniger Markentreue aufweisen. Bemerkenswert ist die klare Absage an die Herkunft der Autos: Eines unserer eigenen, amerikanischen Autos zu kaufen, ist nur mehr 38% der Youngsters ein Anliegen, bei älteren Menschen gilt der Nationalstolz für bis zu 60% der Käufer ein Entscheidungsargument. Die Generation Y ist eben schon aufgewachsen mit Hyundai, Toyota und Honda, die Herkunft ihres Autos ist ihnen schlicht egal.

Interessante Ergebnisse treten auch bei den Markenpräferenzen zu Tage: Die Marke mit dem meisten Style ist BMW, gefolgt von Mercedes, Lexus, Audi und Cadillac. Als „most sophisticated“ darf sich Mercedes bezeichnen, Lexus, Audi und BMW liegen auf den Fersen. Den Preis für die Innovativste Marke streift hingegen wieder BMW ein, Mercedes liegt auf Platz zwei, dahinter Audi sowie – oha! – Honda und Ford. Für eine Kaufentscheidung würden aber auch bei den jungen Leuten pragmatische Interessen den Ausschlag geben, und so liegen Marken wie Toyota, Ford, Honda und Chevrolet in Sachen Praktikabilität und Bekanntheit an der Spitze. Das wichtigste Ausstattungsfeature ist natürlich ein ordentliches Infotainment-System, gleich da hinter folgen Individualisierungsmöglichkeiten, auf dass das Auto die eigene Persönlichkeit reflektiert.

Auch, wenn sich diese Leute oft noch keine Autos leisten können – in spätestens 20 Jahren sind sie die Hauptzielgruppe der Autoindustrie. Für die Hersteller lassen sich aus den Ergebnissen und vor allem aus den Unterschieden zwischen den verschiedenen Generationen wichtige Informationen für zukünftige Strategien ableiten.

Wie auch in Europa, verliert das Auto und der Besitz eines Führerscheines für die Generation Y an Bedeutung. Besonders das Erlangen eines Führerscheines wird oft aufgeschoben, wenn man besseres zu tun oder gerade kein Geld zur Hand hat. Aber nachdem unsere Wirtschaft zur Zeit nur eine Richtung kennt – die nach oben – und auf diese Weise Wohlstand für alle geschaffen wird, hat bald jeder Teenie von Seattle bis Tampa genug Kohle für einen Führerschein und auch für ein Auto – aber bitte doch ein amerikanisches Modell.

God bless America.

Mehr zum Thema
pixel