Die ÖsterreicherInnen wollen auf ihr Auto nicht verzichten.
Die ÖsterreicherInnen wollen auf ihr Auto nicht verzichten.
 

Generali-Autostudie 2013: Fahrverhalten ändert sich mit Spritpreisentwicklung

Eigenes Auto hat hohen Stellenwert – 46 % der Österreicher wollen bis 2015 ein Auto kaufen. Moderne Sicherheitseinrichtungen finden dabei hohen Absatz.

25.06.2013 APA

 

In einer Online-Erhebung hat die Generali 2.003 AutobesitzerInnen in Österreich zu ihrem Fahrverhalten befragt. Diese zeigt: Das Auto hat für die Österreicherinnen und Österreicher einen unverändert hohen Stellenwert.

61% der befragten Autolenker sind (fast) täglich mit dem Auto unterwegs, weitere 29% mehrmals die Woche. 9% der Befragten besitzen ein Firmenauto. Im Schnitt besitzt jeder Haushalt 1,6 Privatautos. Eine deutliche Mehrheit von 80% kann sich nicht vorstellen, auf ein Auto im Haushalt zu verzichten. 89% der Österreicher schätzen die Freiheit und Unabhängigkeit, die ihnen das Auto verschafft. Dabei ist es für 77% der Befragten wichtig, ein eigenes Auto zu besitzen. Für 70% gilt das Auto als reines Fortbewegungsmittel. Bei jenen 20%, für die ein Autoverzicht vorstellbar ist, sind zu zwei Drittel finanzielle und zu einem Drittel ökologische Gründe dafür ausschlaggebend.

Über ein Drittel der Österreicher plant Autokauf bis 2015

Während im Vorjahr nur 17% der Österreicher einen Autokauf geplant hatten, sind es heuer schon 46%. Gebraucht- (35%) und Neuwagen (34%) liegen dabei etwa gleich auf. 32% derjenigen, die einen Autokauf planen, wollen sich einen Jungwagen anschaffen.

Die Finanzierung des neuen Fahrzeugs soll bei 64% der Befragten durch Eigenkapital erfolgen. Der Großteil (44%) plant, bis zu 20.000 Euro auszugeben, 29% wollen unter 10.000 Euro bleiben. Nur 18% rechnen mit bis zu 30.000 Euro für ihr neues Auto. Bei der bevorzugten Antriebsart liegt der Dieselmotor mit 52% vor dem Benziner mit 31% und dem Hybridauto mit 15%.

Selbst bei hohen Spritkosten ist ein Verzicht aufs Auto nicht vorstellbar

Der Großteil der Österreicherinnen und Österreicher (69%) hat im letzten Jahr das Fahrverhalten geändert: 43% versuchen, auf eine spritsparende Fahrweise zu achten, 38% fahren generell weniger.

Sollte der Spritpreis die 2-Euro-Marke übersteigen, würden das sogar 60 % tun. Ein Auto mit geringerer Motorleistung oder einem Alternativantrieb  würden dann ein Viertel aller Autolenker in Erwägung ziehen.

Österreicher legen Wert auf Sicherheit

Österreichs Autofahrer sind an modernen Sicherheitseinrichtungen in ihrem Auto sehr interessiert und würden dafür bei einem Autokauf auch zusätzlich Geld ausgeben. Insgesamt 69% der österreichischen Autobesitzer wären bereit, in zusätzliche Fahrer-Assistenzsysteme zu investieren, um Gefahren auf der Straße früher zu erkennen und Unfälle zu vermeiden. 54% würden dafür bis zu 2.000 Euro ausgeben, 15% auch deutlich mehr.

Bislang sind die Autos der Österreicher vor allem mit der elektronischen Einparkhilfe (27%) und dem Geschwindigkeitslimit-Assistenten (19%) ausgestattet. Doch in Zukunft sollen weitere technische Sicherheitseinrichtungen folgen: 23% sprechen sich für einen Notbremsassistenten und je 21% für eine Totwinkel-Überwachung, ein Kurvenlicht, um in der Dunkelheit den Fahrbahnverlauf besser auszuleuchten, und einen Nachtsichtassistenten aus.

Über die Hälfte nutzt Freisprecheinrichtung

Nutzten im Vorjahr nur 44% der Autolenker eine Freisprecheinrichtung, so hat sich dieser Wert auf 54% erhöht. Bei den Navigationsgeräten ist die Nutzung von 57% auf 71% gestiegen.

Geteilte Meinung zur Rettungsgasse

Seit mehr als einem Jahr sind Rettungsgassen bei Staubildung Pflicht auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen. Diese Maßnahme hat sich für 52% der Befragten bewährt. 48% sehen das nicht so.

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  • Der Schwedenkönig

    „43% versuchen auf spritsparende Fahrweise zu achten“

    Ja, das ist in jüngster Zeit deutlich zu merken.
    Die Art, wie manche Extremschleicher ihre Autos von der Kreuzung wegtragen, steht in diametralen Gegensatz zum StVO-Verlangen nach Flüssigkeit des Strassenverkehrs.

    Daß jeder Spritsparratgeber zum zügigen Beschleunigen bis zur gewünschten Endgeschwindigkeit rät, scheint beim Zielpublikum nicht anzukommen.

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