© Bild: Jeff Kowalsky / EPA / picturedesk.com
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General Motors ruft erneut 2,4 Mio. Autos zurück

GM ruft 2,42 Mio. Fahrzeuge verschiedener US-Modellreihen, bei denen Probleme mit Sicherheitsgurten, Getrieben, Airbags oder Feuergefahr auftraten, zurück.

20.05.2014 APA

Schon wieder beordert General Motors 2,42 Millionen Autos in die Werkstätten zurück. Die am Dienstag verkündeten Rückrufe betreffen Fahrzeuge verschiedener US-Modellreihen, bei denen Probleme mit Sicherheitsgurten, Getrieben, Airbags oder Feuergefahr auftraten.

Kosten für Rückrufe im Frühjahrsquartal: 400 Mio. Dollar

Die Kosten für die Rückrufe summieren sich im Frühjahrsquartal damit bereits auf 400 Millionen Dollar – doppelt so viel wie bisher veranschlagt. Mittlerweile hat der VW -Rivale dieses Jahr mehr als 15 Millionen Autos zurückgerufen. GM-Aktien fielen an der Wall Street um mehr als zwei Prozent. Erst vergangene Woche hatte GM zusätzlich drei Millionen Autos wegen Sicherheitsmängeln zurückgerufen, weil Rücklichter, Abblendlichter und Bremskraftverstärker nicht richtig funktionierten.

Neue Defekte forderten keine Todesopfer

Die neuen Defekte haben nach jetzigem Kenntnisstand nicht zu Todesfällen geführt. Ob auch Autos außerhalb der USA betroffen sind, blieb zunächst unklar. GM steckt in einer Image-Krise, seitdem vor einigen Monaten bekannt wurde, dass defekte Zündschlösser in GM-Autos zu mindestens 13 Todesfällen geführt haben. Obwohl das Problem seit rund zehn Jahren bekannt war, rief GM zum Entsetzen von Öffentlichkeit und Behörden erst in diesem Jahr 2,6 Millionen betroffene Fahrzeuge zurück. Wegen seiner zögerlichen Reaktion wurde GM vergangene Woche von der US-Verkehrsaufsicht zu einer Höchststrafe von 35 Millionen Dollar verdonnert. Der Skandal dürfte damit jedoch noch längst nicht erledigt sein, weil eine ganze Reihe weiterer Regierungsstellen eigene Ermittlungen aufgenommen hat.

Mary Barra vollbeschäftigt mit Pannenserie

Die neue GM-Chefin Mary Barra, die erste Frau an der Spitze eines großen Pkw-Konzerns, hatte erst im Januar ihren neuen Posten angetreten. Seitdem ist sie vor allem damit beschäftigt, die Pannenserie aufzuklären, sich für Fehler zu entschuldigen und neue Köpfe und Strukturen bei GM zu installieren. Sie hat jedoch bereits zahlreiche Hebel in Bewegung gesetzt, um die Krise in den Griff zu bekommen: Sie spaltet deshalb die Konstruktionssparte in zwei Teile auf und schuf bereits im März den Posten eines Sicherheitschefs.

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