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"Australien zählt zu den teuersten Standorten weltweit, um Autos zu bauen", so Holden-Chef Mike Devereux.
 

General Motors beendet Produktion in Australien bis 2017

Die Opel-Mutter GM will die Werke des Tochterunternehmens Holde in Süd-Australien und Victoria bis Ende 2017 schließen – 2.900 Beschäftigte seien betroffen.

11.12.2013 APA

Wie der US-Autobauer General Motors am Mittwoch mitteilte, wird er die Fahrzeug- und Motorenproduktion in Australien bis Ende 2017 beenden. Die Werke des Tochterunternehmens Holden in den Bundesstaaten Süd-Australien und Victoria sollen geschlossen werden, rund 2.900 Beschäftigte seien betroffen.

Hohe Produktionskosten Grund für den GM-Rückzug aus Australien

Die Gründe für den Rückzug aus Australien sind laut GM-Chef Dan Akerson unter anderem der starke australische Dollar und die hohen Produktionskosten. Zudem habe Australien nur einen sehr kleinen und zersplitterten, aber dafür hart umkämpften heimischen Markt. „Die Entscheidung spiegelt den perfekten Sturm aus negativen Einflüssen wider, dem die Industrie in dem Land gegenübersteht“, ergänzte Akerson. Für einen Verbleib in Australien hatte GM unter anderem höhere staatliche Zuschüsse gefordert, die australische Regierung lehnte das jedoch ab.

Weiterer Rückschlag für Autoproduktion in Australien

Bereits im Mai hatte Ford bekannt gegeben, seine Werke in Australien bis Oktober 2016 zu schließen, auch der deutsche Autobauer Opel hatte bereits im August verkündet, sich nach einem Jahr aus dem Australien-Geschäft zurückzuziehen. 2008 hatte der japanische Hersteller Mitsubishi seinen Abschied aus Australien verkündet. Nun wird befürchtet, dass auch Toyota folgen könnte. „Das ist fast sicher“, so Gewerkschaftsführer Dave Smith. Insgesamt könnten somit 50.000 Beschäftigte in der Branche ihre Jobs verlieren.

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